VDMA-Geschäftsführer Thorsten Herdan bezeichnete 2005 als „das bisher beste Windjahr“. Weltweit seien erstmals Windturbinen mit mehr als 10 000 Megawatt Leistung installiert worden. Deutschland, das bis 2004 das höchste Wachstum verzeichnete, stehe mit rund 1 750 Megawatt an Neuinstallationen an dritter Stelle hinter den USA und Spanien. Die deutsche Industrie sei „bestens aufgestellt mit ihrem Technologievorsprung“, sagt Herdan.
Der Geschäftsführer des deutschen Windenergie-Instituts, Jens Peter Molly, erwartet, dass der deutsche Markt in den kommenden zwei bis drei Jahren weiter schrumpft. Im Binnenland seien geeignete Standorte für Windturbinen größtenteils vergeben, und der Ersatz alter Anlagen durch leistungsfähigere neue komme nur langsam in Gang. Auch der bereits für das Jahr 2007 geplante Bau neuer Windparks vor den Küsten von Nord- und Ostsee verzögert sich. Die Branche erhofft sich davon einen neuen Wachstumsschub.
Der Präsident des BWE, Peter Ahmels, sagte, ein stabiler Inlandsmarkt sei Voraussetzung dafür, dass die deutsche Windindustrie weiterhin an ihre großen Exporterfolge anknüpfen könne. „Deutschland muss Schaufenster der neuesten Entwicklungen bleiben“, forderte er. Dafür müssten die Rahmenbedingungen für Windenergie aber verbessert werden.
Lesen Sie weiter auf Seite 3: Zukunftsmärkte Amerika und Asien.

