0 Bewertungen
07.12.2006 

Wo liegt der Fokus bei Jets Auslandsplänen?

Wir bauen ein vollwertiges Langstreckennetz auf, das wir mit unseren 44 Zielen in Indien verbinden. Es kommen neue Strecken nach Europa und Asien hinzu, wir werden bald auch Nordamerika anfliegen und Afrika. Heute haben wir vier Langstreckenflugzeuge, Ende 2008 werden es 22 sein. Dann wird die Hälfte des Umsatzes aus dem Auslandsgeschäft kommen.

Wann fliegt Jet Deutschland an?

Nächstes Jahr starten wir Flüge über Brüssel nach New York. Wir suchen einen weiteren Anflugpunkt in Zentraleuropa, ein Ziel in Deutschland ist in der engeren Wahl.

Jet ist jüngst in die roten Zahlen gerutscht. Ist der Auslandsfokus eine Flucht vor dem Binnenmarkt, wo eine Explosion der Billigflieger auf Preise und Auslastung drücken?

Nein, das ist eine logische Weiterentwicklung unserer Position auf dem Binnenmarkt. Dort hat ein massiver Kapazitätsaufbau von 50 Prozent dieses Jahr den Wettbewerb in der Tat deutlich verschärft. Aber auch auf den Auslandsrouten ist dieser viel härter geworden. Es gibt da keinen großen Unterschied mehr.

Indiens Fluglinien warten auf die Auslieferung weiterer 500 Maschinen. Ist das System dem Boom noch gewachsen?

Die Grenzen werden unübersehbar. Der Zuwachs in diesem Jahr hat die Kapazitäten der Flughäfen und beim Personal gesprengt. Es fehlen massiv Fluglotsen, und 150 unserer 750 Piloten sind bereits Ausländer. Verspätungen wegen Luftraumüberlastung kosten Jet jedes Quartal 6 Mill. Dollar an Sprit. Daher mussten wir gerade die Preise erhöhen. Aber in den kommenden Jahren wird sich das Marktwachstum auf 20 Prozent normalisieren. Das kann das System besser verkraften. Und neue private Flughäfen in Bangalore und Hyderabad und der Ausbau von Delhi und Bombay durch private Konsortien werden die Situation entspannen.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterKöpfe

Anzeige