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15.11.2005 

Jet Aviation betreibt eine Flotte von 160 Flugzeugen, beschäftigt 3 500 Mitarbeiter und hat 2004 umgerechnet knapp 500 Mill. Euro umgesetzt. Der Betriebsgewinn liegt bei 40 Mill. Euro, Tendenz steigend. Der Preis, den Passagiere für die Dienstleistungen der Schweizer Flugzeugwerft zahlen, liegt rund zehn Prozent über den Ausgaben für ein Business-Class-Ticket. Im Bereich Wartung ist die Lufthansa Hauptkonkurrent in Europa. Sie bietet insbesondere mit ihrem Technik-Bereich ähnliche Leistungen an.

Hemmschuh für eine schwungvolle Entwicklung bei den Schweizern waren bislang die Besitzverhältnisse. Die Firma, die 1967 von Carl Hirschmann gegründet wurde und noch immer den Hirschkopf im Logo trägt, gehörte bis August seinen Nachkommen und litt unter Familienstreitigkeiten. Der neue Investor soll die Schweizer nun in die Lage versetzen, vor allem durch Akquisitionen zu wachsen, sagt Permira-Partner und Deutschland-Geschäftsführer Thomas Krenz. Im Visier sind die USA, wo laut Hartl knapp zwei Drittel der weltweit 13 000 bis 14 000 zugelassenen Privatjets unterwegs sind.

Dass Permira schnell wieder aussteigt, will Krenz nicht ausschließen. Zuerst sollen aber auf jeden Fall die Zukäufe über die Bühne gegangen und ins Unternehmen integriert sein. „Dann ist Jet Aviation der ideale Börsenkandidat“, sagt Krenz. Binnen eines Jahres sei das aber kaum zu schaffen. Die Wachstumsstrategie werde bei den Mitarbeitern positiv aufgenommen. Die Belegschaft hat ohnehin genug mit den Sonderwünschen der Kunden zu tun. In einen Mittelklassejet soll eine Disco eingebaut werden. „Unsere Kunden“, sagt Hartl, „werden eben auch immer jünger.“

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