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Zeitarbeit: Adecco mit Gewinnsprung

Für den weltgrößten Personalvermittler ist die Krise überwunden. Die Schweizer rechnen auch im kommenden Jahr mit einem stetigen Aufschwung. Ein Trend kommt den Vermittlern zugute: Viele Unternehmen möchten ihre Mitarbeiterzahlen flexibel halten.

Adecco konzentriert sich zunehmend auf den Markt für hochqualifizierte Fachkräfte. Quelle: dpa
Adecco konzentriert sich zunehmend auf den Markt für hochqualifizierte Fachkräfte. Quelle: dpa

ZÜRICH. Die konjunkturelle Erholung rund um den Globus sorgt beim weltgrößten Personalvermittler Adecco für volle Auftragsbücher. Im dritten Quartal machte das Schweizer Unternehmen einen Gewinnsprung von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 128 Mio. Euro. "Wir sehen eine sehr gute Nachfrage in fast allen Märkten", sagte Konzernchef Patrick de Maeseneire. Das Wirtschaftswachstum werde sich 2011 zwar etwas verlangsamen, dafür aber stetiger verlaufen als in den Vorjahren. Adecco geht davon aus, dass sich die positive Geschäftsentwicklung des dritten Quartals bis ins nächste Jahr fortsetzt. Die Börse reagierte auf den Ausblick mit einem Kursanstieg von 3,5 Prozent.

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Der Personalvermittler stützt seine Zuversicht auf zwei Trends: Viele Unternehmen möchten auch nach der Krise ihre Mitarbeiterzahlen flexibel den Bedürfnissen des Marktes anpassen. Das ist besonders in Industriebranchen wie der Automobilwirtschaft spürbar. Zugleich konzentriert sich Adecco auf den Markt für hochqualifizierte Fachkräfte. Hier sind nicht nur die Wachstumsraten höher, sondern auch die Gewinnmargen.

So hat sich die Übernahme des US-Vermittlers MPS für gut eine Mrd. Dollar im vergangenen Jahr bereits bezahlt gemacht. MPS ist spezialisiert auf die Vermittlung von Fachkräften und hat wesentlich zur Verbesserung der Bruttomarge um zehn Basispunkte auf 17,8 Prozent beigetragen. Das Geschäft in Nordamerika hat trotz der dort immer noch schleppend verlaufenden Konjunkturerholung kräftig angezogen. Mit einem organischen Wachstum von 20 Prozent erreichten die Erlöse knapp die Milliardengrenze.

Schwächen noch in Großbritannien

In Frankreich, dem größten Markt für Adecco, stieg der Umsatz organisch um 19 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro. In Deutschland und Österreich lag das Plus mit 29 Prozent noch höher. "Auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich die Kurzarbeit sehr positiv ausgewirkt", sagte Finanzchef Dominik de Daniel. Ähnlich gut lief es im übrigen Europa. Die Nachfrage nach Industriearbeitskräften sei "sehr gesund", aber auch der Markt für Bürofachkräfte wachse wieder organisch.

Konjunkturelle Schwächen gibt es vor allem noch in Großbritannien und Irland. Spürbar wird das bei der Nachfrage staatlicher Stellen. Durch den Sparkurs der Regierung werde es hier kaum Einstellungen geben. Etwa ein Fünftel des Zeitarbeitsmarktes sei aber vom Staat als Arbeitgeber abhängig.

Unter dem Strich stieg der Umsatz von Adecco im dritten Quartal um 17 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro. "Das ist ein starkes Ergebnis und übertrifft die Erwartungen der Märkte", sagte Chris Burger, Analyst beim Brokerhaus Helvea. "Die Aussichten bleiben gut für die Vermittler von Zeitarbeitskräften."

Adecco-Chef Patrick de Maeseneire will sich in den nächsten zwei Jahren darauf konzentrieren, die Zukäufe zu integrieren. Kleinere Akquisitionen seien aber denkbar.

  • 27.12.2010, 02:13 UhrAnonymer Benutzer: Heatseeker

    Wie recht du doch hast, Detonator! ich hoffe, die Leiharbeiterschaft wacht so langsam mal auf, und lässt sich diese Sklaventreiberei nicht mehr bieten!

  • 09.11.2010, 23:50 UhrAnonymer Benutzer: Detonator

    Was heißt hier Personalvermittler?
    Richtigerweise mus es Menschenhändler lauten!
    Diese Drecks-Leiharbeitsbranche, deren einziges Geschäftsmodell auf dem Handel mit menschlicher Arbeitskraft beruht und die dadurch ihren Gewinn erzielen, indem Sie ihren Arbeitnehmern das eigentlich erzielbare Entgelt und die Festanstellung vorenthalten und kräftig mitkassieren. Schafft endlich diese Form der beschäftigung ab, ansonsten schaffen wir als Arbeitnehmer euch ab! Endlich zurück zur fairen Sozialen Marktwirtschaft der alten bundesrepublik Deutschland und faire Entlohnung wie zu DM-Zeiten, alles andere wird über kurz oder lang für alle beteiligten in einem Distaster enden.

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