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Zugeständnis: Deutsche Börse will Mega-Fusion retten

Die New Yorker Nyse und die Deutsche Börse ringen weiter um ein „Okay“ für ihren Zusammenschluss. Ihr jüngstes Angebot an die EU-Wettbewerbshüter: drei Jahre stabile Standard-Gebühren für euopäische Derivate-Kontrakte.

NYSE Euronext CEO Duncan Niederauer während einer Videokonferenz mit Reto Francioni. Quelle: dapd
NYSE Euronext CEO Duncan Niederauer während einer Videokonferenz mit Reto Francioni. Quelle: dapd

Brüssel/FrankfurtDie Deutsche Börse und die New Yorker Nyse wollen ihre Fusion durch ein weitere Offerte an die EU-Wettbewerbshüter retten. „Zusätzlich zu den eingereichten Zugeständnissen haben beide Unternehmen sich verpflichtet, die veröffentlichten Standard-Gebühren für europäische Derivate-Kontrakte drei Jahre lang konstant zu halten“, teilten die Börsen am Dienstagabend mit. Dieses Angebot hätten die Unternehmen EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia in einem Brief zukommen lassen.

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Beide Unternehmen hatten bereits im November angeboten, überlappende Derivate-Geschäfte in Europa zu verkaufen. In der vergangenen Woche legten die Börsenbetreiber nach und boten Unternehmenskreisen zufolge an, zudem das europäische Geschäft mit Derivaten auf Einzelaktien der in London beheimateten Liffe abzugeben. Zudem sollen Konkurrenten ihre Derivate-Geschäfte über die Börsen-Tochter Eurex Clearing abwickeln dürfen.

Almunia wollte sich am Dienstag nicht zu den angebotenen Zugeständnissen äußern und ließ auch nicht erkennen, wie die Kommission zu der Börsen-Fusion steht. EU-Kreisen zufolge werden die Unternehmen am Mittwoch erneut mit den Wettbewerbshütern zusammenkommen, um über die jüngsten Angebote zu diskutieren.

  • 20.12.2011, 21:24 UhrHinrich

    Die "Deutsche Börse", heute schon mehrheitlich im Besitz amerikanischer und britischer Anleger, wird das gleiche Schicksal ereilen wie vorher schon Euronext nach der Fusion mit der NYSE.

    Wir brauchen in Kontinentaleuropa eigene Institutionen im Bereich Finanzmarkt: Börse, Aufsicht, Ratingagentur. Sitz am besten alle in Frankfurt um die kritische Masse zu erreichen, die global gesehen notwendig ist.

    Brüssel (Rat und Kommission) kann nein sagen zur Fusion und auch Hessen kann noch einiges blockieren. Auf geht's, denn die Angelsachsen haben schon New York und London. Ebenso Paris und Amsterdam.

    Nur Frankfurt ist noch nicht ganz unter ihrer Kontrolle.

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