114 Millionen durch Kapitalerhöhung
Borussia Dortmund rüstet zum Angriff auf den FCB

Der FC Bayern München wird gespannt nach Dortmund gucken: Der BVB wird sich am Markt neues Kapital beschaffen, die Ausgabe von Aktien soll bis zu 114 Millionen Euro erlösen. Abnehmer dürften Puma und Signal Iduna werden.
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DüsseldorfBorussia Dortmund rüstet im Wettstreit mit dem Erzrivalen Bayern München finanziell auf. Am diesem Donnerstag, einen Tag vor dem Start der ersten Fußballbundesliga, wird der deutsche Vizemeister eine umfangreiche Kapitalerhöhung ankündigen, erfuhr das Handelsblatt (Donnerstagausgabe) aus unternehmensnahen Kreisen. Mittlerweile hat der Klub die Angaben bestätigt.

Der BVB beabsichtigt, mit einer Kapitalerhöhung 114,4 Millionen Euro von Investoren einsammeln. Bis zu 24,6 Millionen neue Aktien sollen ausgeben werden. Der Sportausrüster Puma und der Versicherer Signal Iduna stehen dem Vernehmen nach bereit, größere Aktienpakete an dem einzigen börsennotierten deutschen Profiklub zu übernehmen.

Es sei beabsichtigt, 40 Millionen Euro für den Abbau von Verbindlichkeiten zu verwenden. Vor rund zwei Monaten hatte bereits Hauptsponsor Evonik rund neun Prozent der Aktien übernommen. Zudem teilte der BVB mit, dass Signal Iduna sich für fünf weitere Jahre bis zum 30. Juni 2026 die Namensrechte am Dortmunder Stadion gesichert hat.

Beim aktuellen Börsenkurs von 4,93 Euro hofft der BVB auf einen Erlös von bis zu 114,4 Millionen Euro aus der Kapitalerhöhung. Bereits Anfang Juli war der Essener Chemiekonzern Evonik, seit Jahren Hauptsponsor des Revierclubs, mit knapp zehn Prozent beim BVB eingestiegen. Evonik ließ sich seine Fußballleidenshaft fast 27 Millionen Euro kosten.

In den vergangenen Tagen hat die BVB-Führung intensiv mit potenziellen Investoren verhandelt, berichten Insider. Dabei ging es vor allem um den Bezugspreis der neuen Aktien. Offenbar geht der Klub davon aus, dass bei der Kapitalerhöhung nicht alle Altaktionäre ihr Bezugsrecht ausüben werden. Der BVB-Trikotausrüster Puma und der Versicherer Signal Iduna, Namensgeber des Dortmunder Stadions, hätten signalisiert, größere Aktienpakete zu übernehmen und jeweils mit rund fünf Prozent beim BVB einzusteigen.

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Markus Hennes
Markus Hennes
Handelsblatt / Redakteur

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