14 Prozent mehr Gewinn
Rhön-Klinikum profitiert von seiner Einkaufstour

Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat dank der Übernahme weiterer Kliniken Umsatz und Gewinn im ersten Quartal deutlich gesteigert.

HB FRANKFURT. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe sich in den ersten drei Monaten auf 34 Millionen Euro von 29,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erhöht, teilte das Unternehmen in Bad Neustadt an der Saale am Donnerstag mit. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 31,2 Millionen Euro Ebit gerechnet. Der Konzerngewinn lag mit 22,2 (2004: 19,3) Millionen Euro ebenfalls klar über den Analystenschätzungen von 18,8 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 37 Prozent auf 340,7 Millionen Euro. Grund für den Zuwachs sei vor allem die Konsolidierung von neun neuen Klinken gewesen.

Bis Jahresende erwartet Rhön-Klinikum ohne Berücksichtigung möglicher Übernahmen unverändert einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro und einen Gewinn von 84 Millionen Euro. „Den Wachstumskurs werden wir im Geschäftsjahr 2005 beibehalten“, sagte Vorstandschef Eugen Münch. Rhön-Klinikum sehe auch im laufenden Jahr die Möglichkeit, weiter Chancen im Markt nutzen zu können.

Derzeit gehören 39 Kliniken mit 11.811 Betten und Plätzen an 31 Standorten zum Unternehmen. Zuletzt hatte das Bundeskartellamt Rhön-Klinikum die Übernahme dreier Kliniken untersagt, um eine marktbeherrschende Stellung zu verhindern. Das Unternehmen, das zuletzt zwei Krankenhäuser in Bayern gekauft hatte, hat dagegen Beschwerde eingelegt.

Rhön-Klinikum hat angekündigt, er werde seine stimmrechtslosen Vorzugsaktien in Stammaktien umwandeln und die Anteilsscheine damit attraktiver machen. Zudem sollen alle Aktionäre für je eine Aktie eine Gratisaktie erhalten, womit die Papiere optisch billiger werden. Das Grundkapital wird dazu aus den eigenen Gewinnrücklagen verdoppelt. Um die Interessen der bisher allein stimmberechtigten Stammaktionäre um die Familie Münch (24 Prozent der Stammaktien) und die HVB (27 Prozent der Stämme) zu schützen, soll für Satzungsänderungen künftig eine Mehrheit von 90 Prozent des Grundkapitals nötig sein. Von den Stammaktien sind 23 Prozent im Streubesitz, bei den Vorzügen sind es 51 Prozent.

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