15 neue Standorte in diesem Jahr
Metro forciert Expansion in Russland

dpa-afx ST.PETERSBURG/DÜSSELDORF. Deutschlands führender Einzelhändler Metro will seine Expansion in Russland kräftig vorantreiben und steuert bei den Investitionen in das Land in diesem Jahr die Milliardengrenze an. "Bis Ende des Jahres werden wir seit unserem Markteintritt rund eine Milliarde Euro in Russland investiert haben", sagte Vorstandschef Hans-Joachim Körber in St. Petersburg. Metro ist seit dem Jahr 2000 auf dem russischen Markt vertreten. Bis Ende vergangenen Jahres belief sich das gesamte Investitionsvolumen auf 650 Mill. Euro.

Für dieses Jahr planen die Düsseldorfer die Eröffnung von 15 Standorten in Russland. Das Netz der derzeit 26 Cash & Carry-Großmärkte will der Konzern um acht weitere ausbauen. Sechs davon sollen in Städten entstehen, in denen das Unternehmen bislang noch vertreten ist.

Die SB-Warenhäuser Real, mit denen Metro seit Juli 2005 in Russland ist, sollen fünf neue Standorte bekommen. Auch für die Elektronikfachmärkte Media Markt und Saturn ist in diesem Jahr der Markteintritt geplant. Als Standorte sind Moskau und St.Petersburg in Vorbereitung. Damit wäre Metro mit allen Vertriebslinien bis auf den Kaufhof in Russland vertreten. An einen Markteintritt der Galeria-Kaufhäuser ist allerdings nicht gedacht. Das Format sei zu kostenintensiv für eine Expansion, hieß es dazu. Dafür müsste Metro in die besten Stadtlagen investieren.

"In diesem Jahr werden wir in Russland einen Umsatz von 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro erzielen", sagte Körber weiter. Bereits 2005 hatte Metro die Erlöse um 66 Prozent auf knapp 1,5 Mrd. Euro gesteigert. "Russland ist für uns ein naheliegendes Expansionsziel", so der Manager weiter. Der Konzern ist fünf Jahre nach seinem Eintritt in den russischen Markt das führende deutsche Handelsunternehmen und beschäftigt derzeit dort fast 10 000 Menschen.

In den kommenden fünf Jahren will Metro das Standortnetz in Süd- und Westrussland weiter verdichten und zugleich die Expansion in die östlichen Regionen vorantreiben. Dabei nimmt Metro auch Sibirien ins Visier. Derzeit entspricht das Netz der Metro-Standorte einer Fläche, die etwa so groß ist wie Westeuropa. "Unserer zukünftigen geschäftlichen Entwicklung in Russland sehen wir mit großer Zuversicht entgegen. Ich bin überzeugt, dass Russland schon mittelfristig in die Gruppe der fünf umsatzstärksten Länder im Portfolio aufsteigen kann", sagte Körber. Derzeit nimmt Russland gemessen am Umsatz Rang neun ein hinter Frankreich, Italien, Polen, Spanien, den Niederlanden, Belgien, Österreich und Großbritannien. 2005 erwirtschaftete der Konzern einen Gesamtumsatz von 55,72 Mrd. Euro, das Ausland steuerte dazu mehr als die Hälfte bei.

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