1500 Jobs in Brüssel weg
DHL verlagert Nachtflugbetrieb

Die Expresstochter der Deutschen Post, DHL, wird ihr geplantes internationales Logistikdrehkreuz nicht am Flughafen Brüssel errichten. Damit sind nach Angaben eines DHL-Sprechers nur noch der Flughafen Leipzig/Halle und das französische Vatry im Rennen um die Großinvestition. Die Angebote beider Standorte würden nun genau geprüft.

HB BRÜSSEL. Die Bedingungen, die drei belgische Regionalregierungen für einen Ausbau am Flughafen Zaventem gestellt hätten, verhinderten die Errichtung des interkontinentalen Drehkreuzes (Hub) an diesem Standort, teilte DHL am Donnerstag mit. Damit sei die Einrichtung von 1 400 zusätzlichen Arbeitsplätzen in Zaventem nicht möglich geworden. Bis 2008 wolle DHL seine bisherigen Aktivitäten in Brüssel weiterführen und danach Teile seines Geschäfts an andere Standorte verlegen.

Die regionalen Behörden hatten von DHL gefordert, im internationalen Frachtverkehr weniger laute Flugzeuge des Typs MD-11 einzusetzen, um Lärmbelästigungen im Großraum Brüssel einzuschränken. Der geplante Ausbau hätte die Zahl der Nachtflüge in Zaventem nach Behördenangaben von derzeit jährlich rund 13 000 auf etwa 22 000 ansteigen lassen. „Der politische Konsens, den DHL für ein weiteres Wachstum auf dem Brüsseler Flughafen benötigt, konnte nicht erzielt werden“, teilte die Post-Tochter nun mit. Die belgische stellvertretende Ministerpräsidentin Laurette Onkelinx sprach im Rundfunk von einer „sozialen Tragödie“. Mindestens 1 200 Arbeitsplätze würden durch die DHL-Entscheidung verloren gehen.

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