1875 bis 2007
Chronik: Die Familie Wertheim und der Streit um ihr Erbe

Die jüdische Kaufmannsfamilie Wertheim ist noch heute ein Begriff, gleichwohl ihr einziges verbliebenes Warenhaus in Berlin mittlerweile zu Karstadt gehört. In den vergangenen Jahren hat vor allem der Streit um von den Nazis enteignete Grundstücke den Namen bekannt gemacht. Eine Chronik von den Anfängen der Dynastie bis zur gütlichen Einigung mit Karstadt-Quelle über die Grundstücke.

1875: Ida und Abraham Wertheim eröffnen in Berlin ein kleines Geschäft zum Verkauf von Kleidung und Fertigwaren.

1920: Abraham Wertheims Kinder Georg, Franz und Wilhelm werden Haupteigentümer des nun in Deutschland bereits führenden Warenhauskonzerns.

1937 - 1939: Nach der Machtübernahme durch die Nazis wird Georg Wertheim als Letzter gezwungen, sich vom Geschäft zurückzuziehen. Die meisten Mitglieder der Wertheim-Familie flüchten in die USA. Die Reichsregierung beschlagnahmt Grundstücke und Gebäude.

1945: Nach Kriegsende beschlagnahmt die sowjetische Besatzungsmacht den Wertheim-Grundbesitz.

1961: Bau der Berliner Mauer, die auch den Wertheim-Grundbesitz in Berlin-Mitte teilt.

1988: Grenzbereinigung in Berlin zwischen der DDR und dem Senat, womit der Grundbesitz auf westlicher Mauer-Seite an West-Berlin übertragen wird.

1991: Das inzwischen zu Hertie gehörende Warenhaus Wertheim erhält vom Land Berlin Eigentum an den Grundstücken im so genannten Lenné- Dreieck am Potsdamer Platz.

1994: Die Karstadt-Quelle AG erwirbt Hertie. Wertheim wird eine 100- prozentige Tochter von Karstadt-Quelle.

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