20 Mitarbeiter sind betroffen
Roland Berger schließt Headhunting-Tochter

Die zweitgrößte deutsche Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants gibt das Geschäft mit der Suche nach Führungskräften auf.

tel FRANKFURT/M. Die in Düsseldorf ansässige Tochter Roland Berger Executive Resources unter der Leitung von Frank Latzer wickelt noch die laufenden Aufträge ab und wird in den nächsten Monaten geschlossen. Betroffen sind 20 Mitarbeiter, davon eine Handvoll Berater.

Wie Burkhard Schwenker, Sprecher der Geschäftsführung der Roland Berger Strategieberatung dem Handesblatt sagte, habe man sich diesen Schritt schon seit einigen Monaten überlegt, weil das Geschäft mit der Suche nach Führungskräften nicht zum Kerngeschäft der Strategieberatung gehöre. Der Bereich mache rund 1 % des Gesamtumsatzes der Unternehmensberatung aus, der im vergangenen Jahr über 530 Mill. Euro lag. Der Gesamtmarkt der Führungskräftesuche hat sich in den vergangenen drei Jahren nach Branchenschätzungen nahezu halbiert.

Der Gründer der Unternehmensberatung, Roland Berger, hatte die Headhunting-Firma Ende 1981 gegründet. Dahinter stand damals die Vorstellung, alle Beratungsfelder abzudecken. In der Praxis behindern sich beide Bereiche allerdings eher, meinen verschiedene Branchenexperten. Wer Unternehmens berät, könne aus diesen keine Führungskräfte abwerden. Laut Branchendienst „Consulting Intern“ hatte die Roland Berger Executive Resources kürzlich mit Franz-Josef Nuß einen Top-Mann an die Personalberatung Ray & Berndtson verloren. Nuß wird das neue Münchner Büro der Firma leiten, wie Ray & Berndtson bestätigte.

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