200 Flüge gestrichen

Lufthansa-Piloten streiken ab Nachmittag

Der Start ins Wochenende wird für viele Lufthansa-Passagiere zu einer Geduldsprobe: Die Piloten wollen heute streiken. Treffen soll es mehr als 200 Flüge ab Frankfurt. Kunden sollen kostenlos umbuchen können.
Update: 05.09.2014 - 08:18 Uhr 8 Kommentare

Welche Entschädigungen Fluggäste erwarten können

Welche Entschädigungen Fluggäste erwarten können

Düsseldorf/Frankfurt/BerlinLufthansa-Passagiere müssen sich an diesem Freitagabend zum Start ins Wochenende und zum Ende der Ferienzeit auf Behinderungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Cockpit bestreikt zwischen 17.00 und 23.00 Uhr Kurz- und Mittelstreckenflüge, die vom größten deutschen Flughafen Frankfurt abfliegen. Die Lufthansa will mit einem Sonderflugplan das Schlimmste abfedern.

Wer ab Frankfurt gebucht hat, sollte sich im Internet informieren. Betroffen seien Flüge der Lufthansa mit den Flugzeugtypen Airbus A320-Family, Boeing B737 und Embraer, hieß es. Eine Übersicht der gestrichenen Flüge finden Sie hier.

Insgesamt sollen nach Angaben der Airline über 200 Flüge ausfallen. Rund 25.000 Passagiere dürften betroffen sein. Aus technischen Gründen müsste die Lufthansa schon ab 13.30 Uhr die ersten Flüge ab Frankfurt annullieren, um den Flugbetrieb nach Streikende wieder so schnell wie möglich normalisieren zu können.

Die Airline kritisierte die Streikankündigung scharf: Dies sei eine „besondere und nicht nachvollziehbare Zumutung“, zumal dies das letzte Ferienwochenende in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sei. Der Streik treffe damit viele Familien auf der Heimreise aus dem Urlaub und Tausende von Geschäftsreisenden am Ende der Arbeitswoche. Cockpit schrecke nicht davor zurück“, in der Hauptreisezeit zum Ferienende in den drei Bundesländern für ihre Interessen zu streiken.

Hintergrund des Streiks ist der seit längerem schwelende Tarifkonflikt. Dabei geht es um die Übergangsversorgung, die Lufthansa-Piloten in ihrem Vorruhestand erhalten. Die Gewerkschaft will in dem Tarifkonflikt größere Einschnitte bei den Vorruhestandsregelungen für die rund 5400 Kapitäne und Co-Piloten verhindern. Sie erklärte, jederzeit „einigungsbereit“ zu sein, um Streiks abzuwenden.

Im Schnitt gehen Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will das durchschnittliche Eintrittsalter schrittweise auf 61 Jahre erhöhen. Beide Seiten hatten sich gegenseitig für das Scheitern der bisherigen Verhandlungen verantwortlich gemacht.

Kunden können kostenlos umbuchen
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8 Kommentare zu "200 Flüge gestrichen: Lufthansa-Piloten streiken ab Nachmittag"

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  • @Frau Riesinger, was meinen sie mit lebenswichtigen Entscheidungen, und in 10.000m Höhe rechts ranfahren.
    Übrigens, um sie auf den letzten "Stand der Technik" zu hieven - es gibt sie , die Warnblinkanlage auf 10 000m Höhe.

  • Der respektlose Umgang der Maschinenführer vor der Leistung anderer Berufsgruppen ist mehr als irritierend. Zum Beispiel die der Ingenieure. Es wäre ein leichtes, und zumal sicheres, erprobtes Verfahren ohne zwei Piloten zu fliegen. Einer reicht allemal, und wenn die Langeweile zu groß ist, kann es sich gern bei der Bewirtung der Kunden einbringen.
    Ich wünsche dem Management der LH bei ihrem Vorhaben gutes Gelingen, das sie endlich die Maschinenführer klar erden, und von ihren exorbitant hohen Versorgungsansprüchen runterfahren.

  • Ihr Beitrag auch... warum eigentlich so wenig Respekt vor der Leistung anderer? Piloten trinken nur Kaffee, Flugbegleiter schubsen nur Saft... was soll das?

  • @ Frau Magdalena Riesinger:

    Ihr gutgemeinter Beitrag ist leider nutzlos.

  • Ich kann es mit diesen Autopiloten und der Anschuldigung, Piloten würden da vorne nur Kaffee trinken, nicht mehr hören. Ich komme selbst aus der Fliegerei und ob ich die Streiks für gerechtfertigt halte oder nicht, sei dahingestellt. Woher wissen eigentlich alle so genau, was ein Autopilot macht??? Ein Autpilot ist nichts weiter, als der fehlende dritte Mann im Cockpit, der ebenfalls wegrationiert wurde und ohne den auch schon früher ein Flugzeug nicht sicher geflogen wäre. Ein Autopilot ermöglicht es dem Cockpit, sich auf andere LEBENSWICHTIGE Entscheidungen zu konzentrieren und sich entsprechend auf den nächsten folgenden Schritt vorzubereiten. Ich möchte alle, die meinen zum Beruf des Piloten gehöre nicht mehr als Kaffee trinken, schlafen und Autopilot einschalten, EINMAL da vorne in einer echten Krisensituation erleben. Anders als zum Bus-/Lastwagenfahrer, gibt es auf 10 000m Höhe KEINE Warnblinkanlage und kein "Rechts-ran-Fahren". Und es hilft auch KEIN Autopilot, wenn das Triebwerk ausfällt, das Fahrwerk nicht ausfährt, giftiges Öl austritt, Kabelbrände die Instrumente ausfallen lassen, heftigste Turbulenzen das Flugzeug 900m absinken lassen. Und es passiert jeden Tag, dass eine Maschine in eine potentiell kritische Situation gerät. Dass wir nicht jedes Mal von einem Unglück in der Zeitung lesen, verdanken wir dem Können. Nicht dem Kaffee oder Autopiloten. Mich nervt der Streik auch und vermutlich werde auch ich betroffen sein. Doch dennoch darf man gerne nachdenken und alles etwas reflektieren, bevor man nur schimpft und losschreibt. Beste Grüße

  • Lufthansa-Piloten streiken am Freitag
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    Die "Lusthansa-Piloten" streiken also wieder einmal.
    Das ist ja nichts Neues!

    Man bedauere mögliche Unannehmlichkeiten für die Kunden der Lufthansa.

    Zynischer kann man es nicht ausdrücken.
    Hier werden die sogenannten "Kunden" in Geiselhaft genommen!

    Wichtigster Streitpunkt: die betriebsinterne Frührente.

    Die "Lusthansa" war ja früher ein Staatskonzern. Alle Piloten waren quasi Beamte.
    Und diese Privilegien wollen sie natürlich behalten.

    Im Schnitt gehen Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen mit 60 Prozent des Lohns bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will das durchschnittliche Renten-Eintrittsalter schrittweise auf 61 Jahre erhöhen.

    Das ist ja schrecklich! Bis 61 arbeiten. Das ist menschenunwürdig! Bisher können sie mit 55 in Rente gehen!

    Und sie haben ja einen so aufreibenden Job (Kaffee trinken, schlafen, etc.) Es gibt ja keinen Autopiloten, der ihnen die Arbeit abnimmt.

  • Ich empfehle der Deutschen Lufthansa, einen Standortwechsel ins Ausland in Erwaegung zu ziehen. In anderen Laendern gibt es auch gute Piloten.

  • Der Streik ist vollkommen berechtigt; leider können sich die deutschen Bürger, die derzeit gnadenlos um ihre Alterersparnisse gebracht werden, weil Draghi alles in den Sand setzt, nicht ebenfalls so effektiv zur Wehr setzen.

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