2002/03 Gewinnschwelle angepeilt
Deutsche Beteiligungs AG will aus Verlustzone

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) rechnet für ihr aktuelles Geschäftsjahr 2002/03 (31. Oktober) mit einem ausgeglichenen Ergebnis.

HB FRANKFURT. In den ersten neun Monaten des Jahres 2002/03 (zum 31. Oktober) sei ein geringfügiger Konzernüberschuss von 0,12 Mill. € erzielt worden, nach einem Verlust von 12,8 Mill. € im Vorjahreszeitraum, teilte das im Kleinwerte-Index SDax gelistete Unternehmen am Freitag mit. Im dritten Quartal seien die Beteiligungen an der Andritz AG und der Global Power Equiment Group teilweise veräußert worden. Dabei habe sich das eingesetzte Kapital in etwa verdoppelt, hieß es weiter. Andererseits hätten aber erneut Wertberichtigungen das Quartalsergebnis stark belastet - diesmal in Höhe von 13,3 Mill. €. Unter dem Strich blieb im dritten Quartal ein minimaler Überschuss von 13 000 €.

Nach einem Verlust von 15,8 Mill. € im vergangenen Geschäftsjahr will Vorstandssprecher Wilken von Hodenberg das laufende Gesamtjahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis abschließen. Das wäre für ihn eine zufriedenstellende Verbesserung: „Dies gilt umso mehr in einem Umfeld, das immer noch von starker Unsicherheit, enttäuschten Konjunkturhoffnungen und Zurückhaltung vieler Marktteilnehmer geprägt ist.“

Bislang hat das Beteiligungsunternehmen in diesem Jahr eine Beteiligung ganz und zwei weitere in großen Teilen verkauft. An weiteren Veräußerungen werde gearbeitet, hieß es.

Nach einer Reihe von Veränderungen hielt die DBAG Ende Juli Anteile an 47 Unternehmen, die mit Anschaffungskosten von insgesamt 311 Mill. € in den Büchern stehen.

Im Juni wurde unter anderem der Großteil an der Andritz AG in Österreich verkauft. Dabei sei im Vergleich zu den Anschaffungskosten ein doppelt so hoher Preis erzielt worden, heißt es im Geschäftsbericht. Die DBAG besaß 3,2 % der Andritz-Aktien und über einen von ihr gemanagten Fonds weitere 3,2 %. Eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals brachte darüber hinaus der Verkauf weiter Teile der Aktien an der Global Power Equipment Group.

Den Desinvestitionen stand der Einstieg bei Casco Surfaces, einer Produktsparte des niederländischen Chemie- und Pharmakonzerns Akzo Nobel, gegenüber. Für den 15-prozentigen Anteil seien 112 Mill. € gezahlt worden. Ein Parallelfonds der DBAG halte weitere 30 %. Im August hat die Deutsche Beteiligungs AG zudem den Kauf der Kraftwerks-Service-Sparte des insolventen Anlagenbauers Babcock Borsig vereinbart.

Analysten rechnen in den kommenden Monaten mit weiteren Beteiligungsverkäufen. „Wenn die Märkte weiter steigen, wird es noch einige Veräußerungen mit Buchgewinnen geben“, prognostizierte Metehan Sen von Sal. Oppenheim.

Die Aktie der Deutschen Beteiligungs AG notierte am Freitag unverändert bei 10,02 €.

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