2003 leichtes Passagier-Plus im Nahverkehr
Verkehrsbetriebe zeichnen düsteres Szenario

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) warnt wegen der staatlichen Sparmaßnahmen vor einem Verkehrskollaps. Nach Einschätzung des Verbandes haben Busse und Bahnen im Nahverkehr im vergangenen Jahr zudem 1,6 Prozent mehr Fahrgäste transportiert.

HB BERLIN. Im Personennahverkehr der regionalen Bahn- und Busbetriebe drohen wegen der staatlichen Subventionskürzungen weitere massive Preiserhöhungen sowie Einschränkungen im Beförderungsangebot. Der von Bund und Ländern beschlossene Abbau der Beförderungshilfen könne in Einzelfällen sogar das Ende der Fahrpreisermäßigungen für Schüler und Auszubildende bedeuten, kündigte der Verband am Dienstag an. „Dies hätte vor allem für den ländlichen Raum fatale Folgen“, sagte Verbandspräsident Günter Elste in Berlin. Bei Mittelkürzungen von 1,5 Mrd. € nur für die Schiene in diesem Jahr werde der Verkehrsinfarkt unausweichlich.

Nur um das bestehende Netz zu erhalten, wären aber jährlich 2,5 bis 2,7 Mrd. € öffentliche Investitionen erforderlich, betonte Elste. Neubauvorhaben - wie der Münchner Transrapid, die ICE- Trasse Nürnberg-Erfurt und das Stuttgarter Hauptbahnhof-Projekt 21 - haben nach VDV-Einschätzung keinerlei Chancen. „Angesichts der knappen Kassen findet ein Prozess der totalen Enttabuisierung statt“, kommentierte Elste „uneinhaltbare“ Investitionszusagen der Bundesregierung. Der errechnete Fehlbetrag von 1,5 Mrd. € sei die Folge von Subventionskürzungen von Bund und Ländern im Rahmen des Vermittlungsverfahrens Ende 2003 sowie der erwarteten anteiligen Mautausfälle in diesem Jahr.

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