2004/05 wohl erstmals schwarze Null
Dba-Börsengang ins Auge gefasst

Ein Börsengang der Fluggesellschaft Dba - ehemals Deutsche BA - ist für Besitzer Hans Rudolf Wöhrl in zwei bis drei Jahren vorstellbar.

HB MÜNCHEN. „Wir brauchen dieses Jahr und das nächste noch, um eine plausible Story zu haben, die einem Börsengang aus eigener Kraft Erfolg verheißen würde“, sagte der Textilunternehmer Wöhrl der Deutschen Presse-Agentur in München.

Bei einem Börsengang sei eine Reduzierung seiner Beteiligung auf etwa 25 % denkbar, sagte Wöhrl. Es sei immer sein Ziel gewesen, die Dba zu sanieren und dann die Anteile breiter zu streuen. „Im Rahmen eines Börsenganges würde sich das ganz von alleine ergeben.“ Den Gang aufs Parkett würde Wöhrl, der das Unternehmen vor einem Jahr zum symbolischen Preis von einem Euro übernommen hatte, dem Einstieg eines Investors vorziehen. Investoren hätten meist vorwiegend Wettbewerbsinteressen. Auch künftig bleibe er aber für entsprechende Gespräche offen. „Ich rede mit allen und jedem.“ Konkrete Verhandlungen gebe es derzeit aber nicht.

Im laufenden Geschäftsjahr 2004/05 (31. März) will das Unternehmen erstmals eine schwarze Null oder einen kleinen Gewinn erwirtschaften nach einem Verlust von 63 Mill. € im Vorjahr. „Wenn Sie zwölf Jahre lang ganz dicke rote Zahlen geschrieben haben, dann würde ich sagen, ist ein Gewinn von vielleicht 500 000 € doch ein ganz beachtliches Ergebnis“, sagte Wöhrl. Der Umsatz der Fluggesellschaft mit derzeit 14 Maschinen werde etwa auf Vorjahresniveau von 265 Mill. € bleiben.

Ihre Flugzeugflotte will die Dba in diesem und den kommenden Jahren jeweils um etwa ein bis zwei Maschinen ausbauen. Mittelfristig gebe es Planungen für einige zusätzliche innerdeutsche Strecken sowie fünf zusätzliche europäische Städte, zu denen Linienverbindungen aufgebaut werden könnten, sagte Wöhrl.

Scharfe Kritik übte Wöhrl an der Geschäftsstrategie der Lufthansa. Sie dringe mit speziellen Ferientarifen und anderen Sonderangeboten in das Marktsegment der Low-Cost-Carrier vor. „Die andere Seite ist, dass man über massive Quersubventionen eine Germanwings am Markt positioniert, um gegen die Wettbewerber mit unfairen Praktiken zu Markte zu ziehen.“ Gemeinsam mit anderen betroffenen Unternehmen werde man dies analysieren und gegebenenfalls das Bundeskartellamt einschalten, kündigte Wöhrl an.

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