2006 weiteres Rekordjahr erwartet: Deutscher Luftverkehr kräftig im Aufwind

2006 weiteres Rekordjahr erwartet
Deutscher Luftverkehr kräftig im Aufwind

Über Deutschland boomt der Luftverkehr wie nie zuvor. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) erwartet nach den starken Zuwächsen im Vorjahr auch für 2006 neue Rekorde. Derweil stößt der geplante DFS-Verkauf auf großes Interesse bei Investoren.

HB LANGEN/WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, stieg die Zahl der Passagiere auf den deutschen Flughäfen 2005 gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent auf 145,9 Millionen Fluggäste. Der Flugverkehr über Deutschland legte laut DFS um 5,4 Prozent auf 2,87 Millionen Flüge zu, während er europaweit nur ein Wachstum von 4,5 Prozent verbuchte.

Für 2006 erwartet die DFS deutschlandweit ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung. Langfristig rechne er mit jährlichen Zuwächsen „oberhalb von drei Prozent“, sagte DFS-Chef Dieter Kaden am Dienstag in Langen. Motor der Entwicklung werde dabei erneut der internationale Flugverkehr sein, so Kaden.

Bereits 2005 trugen die internationalen Flüge am stärksten zum Wachstum bei: Während die Zahl der Auslandspassagiere um 7,9 Prozent auf 124,1 Millionen zulegte, wuchs der innerdeutsche Flugverkehr nach der amtlichen Statistik lediglich um 3,2 Prozent auf 21,8 Millionen Fluggäste. Zugleich ging die Zahl der innerdeutschen Flüge nach Angaben der DFS durch den Einsatz größerer Maschinen weiter zurück. Ihr Anteil am gesamten Luftverkehr sank von 19 Prozent im Jahr 1999 auf 15 Prozent im vergangenen Jahr.

Deutschland verkehrsreichstes Land Europas

Deutschland sei heute bereits „das verkehrsreichste Land Europas“, so Kaden. Zugleich habe es 2005 „noch nie so viele sichere und pünktliche Flüge“ gegeben. Die Zahl gefährlicher Flugzeugannäherungen am Himmel über Deutschland halbierte sich 2005 laut Kaden im Jahresvergleich von sechs auf 3. Zugleich waren 97 Prozent der Flüge pünktlich, nach 96 Prozent im Vorjahr.

Mit 495 000 Starts und Landungen verteidigte der Rhein-Main-Flughafen laut DFS 2005 zwar seine Spitzenposition in der Rangfolge deutscher Flughäfen, erreichte jedoch nur noch einen Zuwachs von 1,6 Prozent nach drei Prozent im Vorjahr. Das zeige die Grenzen des Drei-Bahnen-Systems am Frankfurter Flughafen, sagte Kaden. Zum Vergleich: Der Flughafen München verbuchte im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von vier Prozent, lag aber mit 395 000 Flugbewegungen noch deutlich hinter Frankfurt. Platz drei belegten die drei Berliner Flughäfen mit einem Wachstum von insgesamt acht Prozent, wozu der Flughafen Schönefeld mit einem Plus von 32 Prozent am stärksten beitrug.

Beflügelt vom Wachstum der Billigflieger, die inzwischen 15 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens ausmachen, verbuchten die deutschen Regionalflughäfen nach Auskunft der DFS im abgelaufenen Jahr 170 000 Flugbewegungen nach 165 000 im Vorjahr. Die Flughäfen Frankfurt-Hahn, Dortmund und Paderborn nahmen dabei mit mehr als 20 000 Starts und Landungen die ersten drei Plätze ein.

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