25 Jahre ICE
„Wie in jeder Ehe gibt es auch Momente zum Vergessen“

Seit 25 Jahren transportiert der ICE die Deutschen quer durchs Land – wenn er denn fährt. Zum Geburtstag berichten Handelsblatt-Leser von ihren Erlebnissen mit dem vermeintlichen Hochgeschwindigkeitszug.
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DüsseldorfViele pendeln mit ihm zur Arbeit oder fahren zu Geschäftsterminen, andere reisen in die Ferien oder besuchen ihre Familien: Egal wie, der ICE ist Deutschlands Gefährt der Wahl. Inzwischen sind täglich etwa 216.000 Fahrgäste mit dem Hochgeschwindigkeitszug unterwegs. Seit 1991 hat die immer wieder gewachsenen Flotte 1,8 Milliarden Kilometer zurückgelegt.

Über 25 Jahre hinweg haben auch Handelsblatt-Leser viel mit ihrem ICE erlebt und ihre schönsten und schlimmsten Erlebnisse auf Facebook geteilt.

„Sicher, dass sich der Geburtstag nicht verspätet?“, antwortet etwa Leser Nico Voigt. Der ICE hat tatsächlich den Ruf, seinen Fahrplan nicht einzuhalten. Die Deutsche Bahn bietet ihren Kunden mittlerweile an, sie über mögliche Verspätungen per SMS zu informieren. 12 Stunden vor Reisebeginn kann man in Echtzeit verfolgen, wie die Verspätung in die Höhe schießt. „Aktuell und zuverlässig“ sei der Verspätungs-Alarm, wie es auf der Website der DB heißt – wenn schon der Zug nicht pünktlich ist.

Facebook-Nutzer Benjamin Igna sieht das anders: „Ich habe prinzipiell nix gegen Verspätung, solange ich dabei arbeiten kann.“ Wenn er denn könnte. Als kürzlich ein Baum das Gleis auf der Strecke von Würzburg nach Hamburg versperrte, fiel auch gleich das Internet aus.

Apropos Internet. Das gibt es zurzeit im ICE nur in der ersten Klasse umsonst. In der zweiten zahlt man 4,95 Euro pro Tag für den Wlan-Zugang. Das soll als Reaktion auf die wachsende Konkurrenz im Fernverkehr wie etwa durch Fernbusse geändert werden. Ursprünglich für 2016 geplant, sollen bis 2017 auch Fahrgäste der zweiten Klasse kostenloses Internet zur Verfügung gestellt bekommen. Und wenn nicht, kommt vielleicht auch hierfür bald ein Verspätungs-Alarm.

Als der ICE in Betrieb genommen wurde sah die Situation anders aus. Mit dem Spruch: „Halb so schnell wie das Flugzeug und doppelt so schnell wie das Auto“, ließ der weiße Blitz mit rotem Streifen am 2. Juni 1991 seine Konkurrenten zittern. Flugverbindungen zwischen Frankfurt am Main und Köln sowie zwischen Berlin und Hamburg wurden überflüssig.

Kommentare zu " 25 Jahre ICE: „Wie in jeder Ehe gibt es auch Momente zum Vergessen“"

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  • Nein@Frau Annette Bollmohr einfach nur Mist die Bahn.

  • "„Aktuell und zuverlässig“ sei der Verspätungs-Alarm, wie es auf der Website der DB heißt"

    Ich will keinen aktuellen und zuverlässigen Verspätungs-Alarm, sondern pünktliche und zuverlässige Züge.

    Muss zum Glück nur selten damit fahren, aber wenn, dann flieg' ich so ziemlich bei jeder zweiten Fahrt mitten auf der Strecke raus (Zug eingestellt, Lokschaden, Strecke blockiert oder weiß der Kuckuck was auch immer). Hab' ich da bloß Pech?

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