250 Beschäftigte betroffen: Foto-Labore von Quelle werden dicht gemacht

250 Beschäftigte betroffen
Foto-Labore von Quelle werden dicht gemacht

Der wachsende Wettbewerbsdruck und der zunehmende Trend zur Digitalfotografie haben zum Aus eines weiteren deutschen Foto-Großlabors geführt. Die beiden früheren Foto-Quelle-Labore, die insolvente RCL Colorlabors in Nürnberg und Berlin, würden zum 28. Februar ihren Betrieb einstellen, teilte Insolvenzverwalter Siegfried Beck am Freitag in Nürnberg mit.

HB NÜRNBERG/BERLIN. Betroffen seien zusammen rund 244 Mitarbeiter - 178 in Nürnberg und 66 in Berlin. Das Insolvenzverfahren war bereits am 1. Februar eröffnet worden. „Wir haben versucht, einen Käufer für RCL zu finden. Alle haben abgewunken“, berichtete Beck. Der Grund dafür sei, dass derzeit die Preise für Fotoarbeiten „im Keller“ seien. „Wir haben derzeit eine dramatische Entwicklung am Fotomarkt. Der Markt für analoge Fotografie bricht derzeit zusammen.“ Zudem habe das Fotolabor seit Jahren rote Zahlen geschrieben. Quelle habe diese Verluste seit zehn Jahren gedeckt, erläuterte der Insolvenzverwalter.

Der RCL-Betriebsratsvorsitzende Thomas Weigelt macht für das Aus des seit 1957 bestehenden Laborbetriebs neben dem Bedeutungsverlust der klassischen analogen Fotografie auch „Managementfehler“ verantwortlich. Die Führung habe weder etwas gegen die hohen Personal- und Mietkosten noch gegen die hohen Kosten des Film-Abhol- und Lieferservice unternommen, betonte Weigelt. Einzige Kunden waren zuletzt Quelle- und Karstadt-Filialen. Foto-Quelle hatte das Labor erst im Frühjahr 2004 an die in Mannheim ansässige Firma BT- Mittelstand verkauft.

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