28 Prozent der Erlöse werden im Ausland erzielt: Rewe erzielt einen Rekordumsatz

28 Prozent der Erlöse werden im Ausland erzielt
Rewe erzielt einen Rekordumsatz

Deutschlands zweitgrößter Handelskonzern Rewe hat im vergangenen Jahr trotz Konsumflaute einen Rekordumsatz erzielt. Für 2005 erwartet das Kölner Unternehmen weiteres Wachstum. Im In- und Ausland sollen annähernd 600 neue Filialen eröffnet werden.

HB KÖLN. 2004 stiegen die Erlöse um 4,1 Prozent und erreichten mit 40,8 Milliarden Euro den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. „In den Kerngeschäftsfeldern Lebensmittelhandel und Touristik sind wir deutlicher gewachsen als erwartet“, sagte Vorstandsmitglied Gerd Bruse am Aschermittwoch auf der Jahrespressekonferenz in Köln. Der operative Gewinn (Ebit) habe 2004 schätzungsweise auf dem Vorjahresniveau von 442 Millionen Euro gelegen.

Wachstumsmotor sei nicht zuletzt dank der Schweizer Bon appetit Group erneut das Auslandsgeschäft gewesen. Dort sei der Umsatz um 13 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro gestiegen. Der Auslandsanteil liege damit bei 28 Prozent. In Deutschland habe die Gruppe ihren Gesamtumsatz um 1,1 Milliarden auf 29,5 Milliarden Euro gesteigert, wobei die Erlöse im Einzelhandel gegen den Branchentrend um knapp ein Prozent auf 24,2 Milliarden Euro geklettert seien, sagte Bruse. Auch im Reisegeschäft verzeichnete Rewe nach zuletzt rückläufigen Erlösen 2004 wieder Zuwächse.

Im laufenden Jahr werde Rewe rund eine Milliarde Euro investieren, sagte Bruse. Damit seien die Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Mit 580 Neueröffnungen, darunter 350 in Deutschland, wolle das Unternehmen seine Marktposition im deutschen und europäischen Lebensmittelhandel ausbauen. Dabei setzt Rewe verstärkt auf seinen Discouter Penny, der allein 200 neue Filialen im In- und Ausland eröffnen soll. Bereits im vergangenen Jahr habe Penny sich gegen Wettbewerber sehr gut behauptet. Die Elektronikmarktkette ProMarkt habe zudem die Verlustzone verlassen. Insgesamt hätten die Rewe-Fachmärkte allerdings ein leichtes Umsatzminus verzeichnet. Nachdem die negativen Folgen von Anschlägen, Irak-Krieg und der Atemwegserkrankung Sars der Touristiksparte in den Vorjahren Umsatzrückgänge beschert hatten, verbuchte der Bereich 2004 ein Plus von 3,7 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, wie Bruse ausführte. Die Reiseveranstalter der Gruppe - darunter ITS, Jahn Reisen und Dertour - steigerten die Erlöse um 6,3 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Mit über fünf Millionen Gästen sei die Rewe Touristik zudem erstmals zur Nummer zwei der deutschen Reisebranche aufgestiegen.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir 2005 den Vorjahresumsatz deutlich übertreffen werden und sich unsere Veranstalter wie in den vergangenen Jahren wieder besser entwickeln als der relevante Wettbewerb“, sagte Bruse. Auch die konzerneigenen Reisebüros wie Atlasreisen hätten trotz einiger Büroschließungen ihren Umsatz 2004 gesteigert. Der Ferienflieger LTU, an dem Rewe zu 40 Prozent beteiligt ist, werde 2005 endlich schwarze Zahlen schreiben.

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