300 000 Kataloge an russische Haushalte verschickt
Quelle setzt auf Russlandgeschäft

Der Versandhändler Quelle will sich mit dem Start des landesweiten Versandgeschäfts in Russland neue Wachstumsimpulse aus dem Ausland holen. Das Inlandgeschäft bleibt weiterhin schwierig, hieß es am Donnerstag.

HB BERLIN. „Als erstes europäisches Versandunternehmen startet Quelle mit dem heutigen Tage das landesweite Versandgeschäft in der Russischen Föderation“, sagte am Quelle-Chef Christoph Achenbach am Donnerstag in Berlin. Nachdem Quelle 2003 in Russland mit einem begrenzten Geschäft rund 10 Millionen Euro umgesetzt habe, hoffe er dort in fünf Jahren auf rund 40 bis 70 Millionen Euro Umsatz. Zudem will der Versandhändler mit den Marken Quelle und Neckermann in Mittel-Ost-Europa weiter stark expandieren und dort in Kürze flächendeckend präsent sein. Konkret geplant sei demnächst der Start in Lettland. Bis zum Geschäftsjahr 2006 wolle Quelle den Umsatz in Mittel-Ost-Europa von 139 Millionen Euro im Jahr 2002 auf rund 280 Millionen Euro verdoppeln. Dagegen bleibe das Inland ein schwieriges Geschäft.

Achenbach zufolge hat Quelle den ersten 36-seitigen Katalog in Landessprache an über 300 000 russische Haushalte in allen Regionen des Landes, auch nach Sibirien und in den Ural, verschickt. Der Katalog und das angebotene Sortiment sollen schon bald deutlich umfangreicher werden. Insgesamt will der Versandhändler in diesem Jahr rund zwei Millionen potenzielle Kunden in Russland ansprechen. Beliefert werden sollen diese auf dem Postweg aus Deutschland innerhalb von sechs Tagen bis zwei Wochen nach der Aufgabe ihrer Bestellung. 2004 erwartet Achenbach in dem Land inklusive des neuen Geschäfts bis zu 15 Millionen Euro Umsatz.

Strategie des Unternehmens ist es, zu einem späteren Zeitpunkt auch die zweite Versand-Marke Neckermann in den russischen Markt zu bringen. An Läden oder gar Warenhäuser sei aber nicht gedacht. Achenbach, der auch dem Vorstand der Muttergesellschaft KarstadtQuelle angehört, bezeichnete es als wichtiges strategisches Ziel, sowohl den Auslandsanteil der Gesamtkonzerns von derzeit zehn Prozent, als auch den der Quelle von 24 Prozent deutlich auszubauen. Am deutschen Markt spürt Quelle dagegen derzeit kaum Impulse. „Das Inland bleibt ein schwieriges Geschäft“, sagte Achenbach.

Die Quelle AG sieht sich mit einem Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro 2003 als umsatzstärkster Versandhändler in Deutschland und Europa. Insgesamt erreichte das Versandgeschäft der KarstadtQuelle AG rund 8 Milliarden Euro Umsatz.

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