45 Geschäfte betroffen
Textil-Händler Hettlage ist pleite

Über hundert Jahre hat Hettlage Textilgeschichte in Deutschland geschrieben. Nun musste der Bekleidungs-Händler Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit stellen.

HB NEURIED. Betroffen seien zunächst 45 Geschäfte in Deutschland, sagte ein Konzernsprecher in Neuried bei München. Die Läden bleiben aber vorerst geöffnet. Der vorläufige Insolvenzverwalter müsse entscheiden, wie es weiter gehe.

Der Hettlage-Konzern mit 1376 Mitarbeitern hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 200 Mill. € gemacht. Dabei sei wie erwartet hohe Verluste angefallen, sagte der Sprecher. „Auch wir haben unter der Kaufzurückhaltung im deutschen Einzelhandel gelitten.“ In den vergangenen Monaten seien die Erlöse aber nochmals eingebrochen. Damit sei das Sanierungskonzept nicht mehr aufgegangen. „Wir hätten frisches Geld gebraucht.“

Hettlage ist zu 57 % in Familienbesitz. Das Unternehmen betreibt auch 13 Filialen in Österreich. Diese sind vorerst nicht betroffen, da sie in einer eigenen Gesellschaft sind. Eine Folge-Pleite ist aber möglich.

Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren Landreisende mit dem Namen Hettlage als Kleidungsverkäufer unterwegs. 1896 wurde in Münster das erste stationäre Geschäft eröffnet. Heute betreibt Hettlage Filialen unter anderem in Süd- und Ostdeutschland.

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