450 Mill. Pfund
British Airways will sparen

Mit millionenschweren Einsparungen will Europas drittgrößte Fluggesellschaft British Airways ihre Renditeziel von 10 Prozent erreichen. Analysten frohlocken.

HB LONDON. British Airways wolle insgesamt 450 Mill. Pfund einsparen, erklärte der Konzern am Donnerstag auf einer Investorenkonferenz. „Das wird es dem Unternehmen ermöglichen, eine operative Umsatzrendite von 10 Prozent im Geschäftsjahr 2007/2008 zu erreichen“, teilte der Konzern mit, schränkte jedoch ein: „Ein stabiles externes Umfeld und stabile Kerosin-Preise vorausgesetzt.“ British Airways hatte das Renditeziel bereits genannt, aber bisher keine Zeitspanne angegeben, innerhalb derer sie die Vorgabe erreichen will. Details zu den geplanten Sparmaßnahmen nannte die Fluggesellschaft nicht.

Für das laufende Geschäftsjahr 2005/2006, das am 31. März endet, erwartet der Konzern einen etwas geringeren Anstieg seiner Kosten für Flugbenzin als bisher: Statt eines Anstiegs der Kosten um 525 Mill. Pfund sieht er nur noch einen Zuwachs um 505 bis 515 Mill. Pfund. Im kommenden Geschäftsjahr sollen die Kerosin-Kosten dann nochmals um 400 Mill. Pfund klettern, die Gesamtkosten ohne Kerosin jedoch stabil bleiben. Beim Umsatz stellte British Airways für das kommende Geschäftsjahr ein Plus von 4 bis 5 Prozent in Aussicht.

„Das ist eine gute Nachricht und liegt am obereren Ende unserer Erwartungen“, sagte Mike Powell, Analyst bei Dresdner Kleinwort Wasserstein, zu den Prognosen von British Airways. Der Konzern könne seiner Ansicht nach im Geschäftsjahr 2007/2008 auf einen Gewinn von 55 Pence je Aktie hoffen. „Eine Aktie mit einem Preis von gut 3 Pfund und der Aussicht auf 55 Pence Gewinn in zwei Jahren ist sicher sehr preiswert“, fügte Powell hinzu. Er empfiehlt die Aktien mit einem Kursziel von 4 Pfund zum Kauf. Gegen Mittag lagen die British-Airways-Titel mehr als 2 Prozent im Plus bei 3,23 Pfund.

British Airways hatte bereits in der Krise der Flugbranche nach den Anschlägen vom 11. September 2001 Kosten und Stellen gekürzt. Wie die Konkurrenten auch kämpft die Fluglinie derzeit mit den steigenden Kosten für Flugbenzin, wobei ein Teil davon auf die Ticketpreise umgelegt werden konnte. Auch die Konkurrenz der Billigfluglinien macht den klassischen Fluglinien zu schaffen.

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