5 bis 7 Euro je Strecke
Kerosinzuschlag für Tui-Flüge

Wegen der anhaltend hohen Treibstoffkosten führt Europas größter Touristikkonzern Tui als erster deutscher Reiseveranstalter für Flugreisen einen Kerosinzuschlag ein.

HB HANNOVER. Auf Flügen innerhalb Europas sei ab 1. Dezember für neu gebuchte Reisen in der Wintersaison 2004/2005 ein Zuschlag von fünf Euro pro Person und Flugstrecke fällig, sagte ein Tui-Sprecher am Montag. Auf Fernstrecken betrage der Aufschlag sechs Euro, nach Dubai sieben Euro.

Alle Flugpartner, mit denen Tui neben der konzerneigenen Hapag-Lloyd Flug zusammenarbeite, hätten jetzt angekündigt, dass sie ihre Preise nachträglich anheben müssten. Dies reiche Tui an die Kunden weiter, sagte der Sprecher. Von den Nachforderungen der Fluggesellschaften sind auch alle anderen Reiseveranstalter in Deutschland betroffen.

Beim Branchenzweiten Thomas Cook hieß es, es sei bislang nichts über die Erhebung eines Zuschlages bekannt. Ein Sprecher des wichtigsten Cook-Veranstalters Neckermann sagte, es gebe bislang keine Entscheidung. Die Rewe Pauschaltouristik (ITS, Tjaereborg), Nummer drei in Deutschland, erklärte, das Unternehmen prüfe, ob die Mehrkosten weitergegeben werden.

Erstmals seit drei Jahren war der Branchenumsatz für das Touristikjahr 2003/2004 (31. Oktober) wieder gewachsen, um knapp sechs Prozent auf 19 Mrd. €. Für die Wintersaison hatten alle führenden Veranstalter kürzlich erneute Buchungszuwächse bestätigt.

Für Reisen in der Sommersaison 2005, die seit kurzem gebucht werden können, gilt bei Tui der Kerosinzuschlag zunächst nicht. Es sei aber nicht auszuschließen, dass dies noch geändert werde, sagte der Sprecher. In Großbritannien und anderen Ländern würden von den Tui-Veranstaltern teilweise schon seit einiger Zeit Zuschläge kassiert.

In Deutschland war seitens der Veranstalter bisher erklärt worden, in den Preisen für die Wintersaison seien schon höhere Treibstoffkosten berücksichtigt. Tui verwies darauf, dass seit der Kalkulation der Winterpreise die Kerosinkosten nochmals um rund 40 % gestiegen seien.

Anders als vor einigen Jahren werden die Kerosinzuschläge diesmal allerdings nicht nachträglich für bereits gebuchte Reisen erhoben. Verbraucherschützer hatten damals gegen Reiseveranstalter geklagt und Recht bekommen.

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