555.518 Tonnen Fleisch Wiesenhof-Gruppe baut Marktführerposition aus

Mehr Umsatz, mehr Absatz: Geflügel-Marktführer PHW hat seine Position weiter ausbauen können. Das Unternehmen plant nun weitere Investitionen – so soll der Tierschutz eine größere Rolle spielen und die Löhne steigen.
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Der Geflügelfleisch-Produzent Wiesenhof hat seine Position als Marktführer weiter ausgebaut. Quelle: dapd
Deutliche Umsatzsteigerung

Der Geflügelfleisch-Produzent Wiesenhof hat seine Position als Marktführer weiter ausgebaut.

(Foto: dapd)

VisbekDer Geflügelfleisch-Marktführer PHW um die Marke Wiesenhof hat dank einer anziehenden Nachfrage im vergangenen Geschäftsjahr zugelegt. Das Unternehmen erhöhte seinen Umsatz um 3,1 Prozent auf 2,27 Milliarden Euro (Stichtag: 30. Juni 2014). Der Absatz von Geflügel-Spezialitäten stieg um 3,7 Prozent auf 555.518 Tonnen, wie PHW am Mittwoch in Visbek bei Vechta mitteilte.

15 bis 20 Prozent der 5082 Beschäftigten seien Werkvertragsarbeiter, hieß es. Sie seien ausschließlich über deutsche Werkvertragsfirmen angestellt. Ihr aktueller Lohn liege bei mindestens 8 Euro pro Stunde und solle bis Dezember 2016 entsprechend dem Tarifvertrag für die Fleischbranche auf mindestens 8,75 Euro pro Stunde steigen.

Die Investitionen seien um 42 Prozent auf 66,6 Millionen Euro gesteigert worden - auch, um das Tierwohl und den Umweltschutz zu verbessern. Mit der „Privathof“-Produktlinie habe das Unternehmen auf die Debatte um den Tierschutz in der Fleischproduktion reagiert.

Die Deutschen stehen auf Wurst und Fleisch
Deutsche sehen der Verzehrvon Fleiscjh und Wurst als „selbstverständlich“ an.
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Ein Frühstück ohne Wurst? Für viele Deutsche kaum vorstellbar. Eine repräsentative Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat ergeben, dass 85 Prozent aller Deutschen den Verzehr von Fleisch und Wurst als „selbstverständlich und naturbewusst“ ansehen. 83 Prozent der Befragten wollen unter keinen Umständen auf den Verzehr von Fleisch und Wurstwaren verzichten.

In deutschen Küchen geht es um die Wurst
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Die Studie zeigt, dass jeder zweite Deutsche zumindest einmal am Tag Wurst oder Fleisch verzehrt. Ein Viertel der Befragten hat ein schlechtes Gewissen, wenn er an die geschlachteten Tiere denkt. Knapp 42 Prozent achten beim Fleischeinkauf jedoch insbesondere auf einen möglichst günstigen Preis.

Grillen ist eines der beliebtesten Hobbys der Deutschen.
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Über 80 Prozent der Befragten essen gerne gegrilltes Fleisch und gegrillte Würstchen. Das Grillen ist eines der beliebtesten Hobbys der Deutschen und ganz klar eine Männerdomäne. Sechs von zehn Befragten sind der Meinung, dass „Männer einfach mehr Fleisch zum Essen brauchen als Frauen.“ Frauen sind hingegen weniger häufig bedingungslose Fleischesser. Sie haben nicht nur häufiger gesundheitliche Bedenken beim Fleischkonsum, sie achten auch eher auf die Herkunft des Fleisches.

Gesundheitsrisiken durch Fleischkonsum? Befragte sind vorsichtiger.
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Nur etwas mehr als jeder Dritte (36 Prozent der Befragten) gab an, beim Fleischkonsum vorsichtiger geworden zu sein. Die Fleischskandale der vergangenen Jahre haben zu einem Umdenken bei vielen Fleischkonsumenten geführt: Ein Drittel der Studienteilnehmer sagt, dass eine vegetarische Ernährung gesünder sei. Außerdem könne der Verzicht auf Fleisch Gesundheitsrisiken vorbeugen.

Bio-Fleisch oder Vegetarier?
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Während sich ein Großteil der Befragten beim Fleischkonsum mit gesundheitlichen Risiken konfrontiert sieht, verzichten nur 15 Prozent generell auf Fleisch. Lediglich drei Prozent gaben an, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren. Zwölf Prozent der Befragten kaufen ausschließlich Bio-Fleisch. Allerdings legen 65 Prozent der Befragten laut der Studie keinen besonderen Wert auf die artgerechte Haltung der Tiere.

Weißes oder rotes Fleisch?
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Doch nach Meinung vieler Befragter ist Fleisch nicht gleich Fleisch: 58 Prozent der Befragten gaben an, Geflügel – sogenanntes „weißes Fleisch“– sei gesünder als „rotes Fleisch“ von Rind oder Schwein. Doch die Geflügelskandale der vergangenen Jahre beunruhigen die deutschen Fleischkonsumenten. 29 Prozent kaufen ihr Fleisch deshalb direkt bei Bauern oder Erzeugern.

Fleischkonsum als Gruppenzwang in der Familie?
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Fleischkonsum als Gruppenzwang? Knapp 19 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, weniger Fleisch und Wurst einkaufen zu wollen, Familie oder Partner wollten aber nicht auf Fleisch verzichten. Insbesondere Frauen haben ein ambivalentes Verhältnis zum Fleischkonsum. Ein Viertel der weiblichen Studienteilnehmer gab an, zumindest zeitweise auf den Verzehr von Fleisch oder Wurstwaren zu verzichten.

„Wir verstehen „Privathof“ als Zukunftsmodell und sind grundsätzlich in der Lage, perspektivisch nahezu alle unsere Landwirte von der konventionellen Haltung auf „Privathof“-Geflügel umzustellen“, sagte Peter Wesjohann, Vorstandschef der PHW-Gruppe, laut Mitteilung. Das setze jedoch voraus, dass die Verbraucher in Deutschland auch bereit sein müssen, das Mehr an Tierschutz finanziell zu honorieren.

  • dpa
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