60 neue Filialen geplant
Fehlgriffe bei Damenmode belasten C&A

C&A will mit der Eröffnung neuer Filialen und preisaggressiver Werbung die negativen Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre in Deutschland stoppen.

HB DÜSSELDORF. Im laufenden Geschäftsjahr 2005/2006 sollen bundesweit insgesamt rund 60 neue Filialen eröffnet werden, kündigte C&A-Deutschland-Chef Dominic Brenninkmeyer am Montag bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf an. Davon seien 20 Neueröffnungen schon erfolgt. C&A werde bis zu 500 neue Arbeitsplätze schaffen, während die Mitarbeiterzahl im Textilhandel von Jahr zu Jahr sinke.

„Wir stellen immer häufiger fest, dass viele Kunden nicht mehr bereit sind, lange Wege zum Einkauf auf sich zu nehmen“, schilderte er. Mit speziellen Filialen für Kinderbekleidung, für Damenbekleidung sowie Filialen mit Bekleidung für die ganze Familie verfüge C&A über Formate, auch in Städten mit 40 000 Einwohnern erfolgreich aktiv zu sein. Schwerpunkt der Neueröffnungen seien die Familien-Filialen mit rund 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Zu den bundesweit 195 Vollsortimentshäusern kämen 3 in Berlin, Leipzig und München hinzu. Aktuell verfüge C&A in Deutschland insgesamt über 324 Filialen.

C&A verzeichnete in Deutschland im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/2005 zum zweiten Mal in Folge einen Umsatzminus. Die Bruttoerlöse gingen um 3,3 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro zurück. Grund sei Absatzprobleme bei der Damenkollektion im Frühjahr 2004 gewesen, die für die Hälfte des Umsatzes steht. „Hier haben wir daneben gegriffen“, räumte Brenninkmeyer ein. Details wie Ärmellänge und Kragenform von Blusen hätten nicht exakt den Wünschen der Kundinnen entsprochen. C&A habe zeitweise Marktanteile verloren.

Der Jahresüberschuss der C&A Mode KG ging im Geschäftsjahr 2004/2005 um 7 Prozent auf 101,6 Millionen Euro zurück. Als Gründe wurden hohe Investitionen und erhöhte Werbeausgaben genannt. Die Mitarbeiterzahl sei mit rund 16 000 stabil geblieben. Das neue Geschäftsjahr 2005/2006 sei erfolgreich angelaufen. In den ersten drei Monaten März, April und Mai 2005 habe das Düsseldorfer Unternehmen ein Umsatzplus von 6 Prozent verzeichnet. Deutschland ist für den europäischen Familienkonzern der wichtigste Einzelmarkt.

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