6387 Kilometer nonstop
Wieder Direktflug von Berlin in die USA möglich

Zum ersten Mal seit den Anschlägen auf das World Trade Center vor knapp vier Jahren gibt es wieder einen Non-Stop-Flug zwischen Berlin und den Vereinigten Staaten. Deutschlands Hauptstadt freut sich, eigentlich sollte dieser Tage aber bereits der Großflughafen Berlin Brandenburg International in Betrieb sein. Die Ansprüche sind bescheiden geworden.

HB BERLIN. Aus den großen Plänen, die in der ersten Zeit nach dem Fall der Mauer gehegt wurden, ist nichts geworden. Der neue zentrale Hauptstadt-Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) mit 60 Mill. Passagieren pro Jahr und Verbindungen in die ganze Welt lässt weiter auf sich warten. Inzwischen muss man sich darüber freuen, dass es nach langer Pause wenigstens wieder einen täglichen Direktflug in die USA gibt.

Die Wiederaufnahme der Nonstop-Flüge über den Atlantik nach dreieinhalb Jahren Pause wurde am Dienstag kräftig bejubelt. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sprach gar von einem „Meilenstein für die weitere Entwicklung der Stadt“. In der Tat sind die Erwartungen hoch: Nicht nur, weil sich Berlin noch mehr amerikanische Touristen erhofft. Sondern vor allem, weil der Direktanschluss in die USA im internationalen Standort-Wettbewerb entscheidend weiter helfen soll.

In der Vergangenheit hätten die fehlende Verbindungen mehrfach die Ansiedlung von Firmen verhindert, erinnerte sich Wowereit. „Das war manchmal ein Totschlag-Argument.“ Deshalb mühten sich die Berliner bei den verschiedensten Airlines seit langem schon um neue Direktflüge. Bei der Lufthansa handelten sie sich bis heute stets eine Absage ein. Wichtigste Begründung: Zu geringe Auslastung in der Business-Klasse, die den Fluglinien den meisten Gewinn bringt. Auch künftig setzt die Lufthansa darauf, dass ihre Passagiere in Frankfurt oder München umsteigen.

Bei den US-Gesellschaften Delta und Continental hatten die Berliner dagegen mehr Erfolg. Nun ist Delta auf der 6387-Kilometer- Strecke über dem Atlantik mit einer Boeing 767-300 unterwegs, die Platz für 204 Passagiere bietet. Für die ersten drei Monate liegt die Auslastung in der Business-Klasse nach Auskunft von Delta-Manager Jim Whitehurst bereits über 80 %. Und das, obwohl vom 1. Juli an die Konkurrenz von Continental mit einer täglichen Verbindung zum etwas weiter weg von New York gelegenen Flughafen Newark hinzukommt.

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