65 Millionen Euro Einsparungen
Alitalia schont die Mitarbeiter

Die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia hat sich nach zähem Ringen mit den Gewerkschaften auf Einsparungen geeinigt.

HB ROM. 65 Millionen Euro stark ist das Paket. Allerdings sollten die Einsparungen nicht durch Lohn- und Gehaltskürzungen erreicht werden, sondern durch „verbesserte Organisation“ auf Grundlage laufender Verträge bis zum Jahr 2008, verlautete nach einem nächtlichen Verhandlungsmarathon am Donnerstag. Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt, Unternehmenschef Giancarlo Cimoli werde die Vereinbarungen in Kürze dem Verwaltungsrat präsentieren, hieß es.

Für Alitalia ist das 65-Millionen-Euro-Sparpaket nur eine schwache Überlebenshilfe. Im vergangenen Jahr verlor das Unternehmen 810 Millionen Euro. Für dieses Jahr wird mit einem Verlust von 200 Millionen Euro gerechnet, doppelt so viel wie im Sanierungsplan vorgesehen.

Kommentatoren in Rom sprachen deshalb von einem „Sieg der Gewerkschaften“. Alitalia-Chef Cimoli hatte zuvor an die Gewerkschaften appelliert, zur Sanierung des Unternehmens beizutragen. Er muss in Kürze einen Deckungsvorschlag für rund 550 Millionen Euro präsentieren, der größte Teil ist für gestiegene Treibstoffpreise bestimmt.

Die Regierung in Rom hat Alitalia laut Medienberichten erst kürzlich wieder per Dekret mit einem Hilfspaket von 80 Millionen Euro unter die Arme gegriffen. Die Zeitung „Il Sole 24 Ore“ errechnete jüngst, die flüssigen Geldmittel von Alitalia reichten nur noch für 100 Tage. Ohne die geplante Kapitalaufstockung in Höhe von 1,2 Milliarden Euro drohe die Insolvenz.

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