70 Flüge ausgefallen
Lufthansa-Streik wird schärfer

70 Flüge musste die Lufthansa wegen des Verdi-Streiks ausfallen lassen. Damit hat die Gewerkschaft mehr erreicht als am ersten Streiktag. Die Unternehmensführung gibt sich gelassen. Doch in den nächsten Tagen könnte es dick kommen.

HB FRANKFURT. Am zweiten Tag des Lufthansa-Streiks haben die Fluggäste erste Auswirkungen zu spüren bekommen. Die Lufthansa musste 70 Flüge auf Strecken innerhalb Deutschlands und Europas streichen, wie ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Um die Auswirkungen für die Passagiere gering zu halten, habe die Airline aber Strecken ausgewählt, die mehrmals täglich angeflogen werden. Die Gewerkschaft Verdi weitete den Streik des Boden- und Kabinenpersonals auf weitere deutsche Flughäfen aus.

Rund 5 000 Lufthansa-Mitarbeiter seien in den Ausstand getreten, teilte Verdi mit. Betroffen waren erneut der Technikbetrieb, die Frachttochter Cargo und die Cateringtochter LSG. Nach Gewerkschaftsangaben wurde wegen des Ausstands in Frankfurt kein einziges Frachtflugzeug der Gesellschaft beladen. Lufthansa Cargo wies dies zurück. Das Unternehmen schlage wie gewohnt Fracht um. Einschränkungen gebe es lediglich beim Transport von Wertgegenständen.

Neun Passagiermaschinen mussten wegen des Streiks am Boden bleiben, wie der Lufthansa-Sprecher weiter sagte. Die Flugzeuge hätten wegen des Ausstandes vieler Techniker nicht gewartet werden können. "Die 70 gestrichenen Flüge machen aber nur drei Prozent unseres Tagesprogramms aus", sagte der Sprecher. Die Auswirkungen auf die Passagiere hätten sich auch am zweiten Tag in Grenzen gehalten. Die Fluggäste hätten auf frühere oder spätere Flüge ausweichen können. Zubringermaschinen für Langstreckenflüge seien planmäßig gestartet und auch der Interkontinentalverkehr laufe bislang reibungslos, sagte der Sprecher.

Die Lufthansa-Technik gilt als besonders anfällig für den Streik, weil der Organisationsgrad der Gewerkschaft dort nach eigenen Angaben mit rund 50 Prozent besonders hoch ist. Ein Verdi-Sprecher sagte, die Lufthansa komme am zweiten Tag des Streiks vor allem wegen des Ausstands der Techniker in Bedrängnis. Neben Frankfurt und Hamburg habe Verdi insbesondere an den Flughäfen München, Nürnberg, Stuttgart sowie Berlin-Schönefeld und Tegel gestreikt. Im Vergleich zum Vortag habe sich die Zahl der streikenden Verdi-Mitglieder um tausend erhöht.

Dennoch sei es der Airline gelungen, die meisten ihrer Verbindungen ohne Verspätungen abzuwickeln, sagte der Lufthansa-Sprecher. Größtenteils seien von den Flugausfällen innerdeutsche Strecken betroffen gewesen. Ausländische Verbindungen seien nur vereinzelt gestrichen worden - so nach Paris, Brüssel, Wien, Genf und Turin. Bis zum frühen Abend habe die Airline rund 1 100 ihrer täglich rund 1 900 Flüge ohne Probleme abgewickelt.

Fluggäste können sich vor Antritt ihrer Reise im Internet unter lufthansa.com oder der Hotline 08 00-8 50 60 70 informieren.

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