A380 bleiben am Boden
Triebwerksprobleme bei drei weiteren Qantas-Jets

Für drei weitere Tage lässt die australische Fluglinie Qantas ihre A380-Flotte am Boden bleiben. Denn nach der Notlandung wegen Triebwerksproblemen eines A380 hat das Unternehmen nun auch an anderen Maschinen desselben Typs Unregelmäßigkeiten entdeckt. Das Problem weitet sich aus.
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HB SYDNEY. Die australische Fluggesellschaft Qantas wird wegen der Triebwerksüberprüfungen ihre A380-Flotte voraussichtlich für weitere drei Tage am Boden lassen. Qantas werde den Betrieb mit den weltgrößten Passagierflugzeugen erst wieder aufnehmen, wenn die Ursache für die Notlandung in der vergangenen Woche gefunden und das Problem behoben sei, teilte die Airline am Montag mit.

Außerdem hat die australische Fluggesellschaft Probleme an drei weiteren Triebwerken festgestellt, wie das Unternehmen mitteilte. Die sechs Flugzeuge seien am Wochenende intensiv untersucht worden. Am Donnerstag hatte eine Maschine dieses Typs nach einem Triebwerkschaden in Singapur notlanden müssen. Niemand kam zu Schaden, aber der Vorfall warf Zweifel an der Zuverlässigkeit der Turbinen des Herstellers Rolls Royce auf.

“An drei von den Triebwerken haben wir leichte Abweichungen gefunden“, sagte Qantas-Chef Alay Joyce. Öl sei da gewesen, wo es nicht hingehöre. Neu Triebwerke dürften nach so kurzer Zeit noch keine derartigen Abnutzungserscheinungen aufweisen, sagte Joyce weiter.

Derzeit gehe das Unternehmen nicht davon aus, dass einer seiner Airbus A380 in den nächsten 72 Stunden wieder den Betrieb aufnehmen werde. Qantas habe aber derzeit nicht vor, etwas an den Plänen für die Eingliederung weiterer A380 in die Flotte zu ändern. Für eine Entscheidung über rechtliche Schritte gegen den Triebwerkshersteller Rolls-Royce sei es noch zu früh.

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