AB Inbev und Sab-Miller

Grünes Licht für Megafusion in der Bierbrauereibranche

Der weltgrößte Braukonzern Anheuser-Busch Inbev ist bei der Übernahme des Rivalen SAB Miller an der Ziellinie angekommen. Am Mittwoch haben die Aktionäre der beiden Brauereiriesen die Fusion der Konzerne gebilligt.

Fusion von AB Inbev und SABMiller: Bierbranche vor neuer Ära?

Fusion von AB Inbev und SABMiller: Bierbranche vor neuer Ära?

BrüsselDie Aktionäre der beiden Brauereiriesen AB Inbev und Sab-Miller haben die Fusion ihrer beiden Konzerne gebilligt. Sowohl die Anteilseigner der weltweit größten Brauerei AB Inbev als auch der Nummer zwei des Weltmarkts Sab-Miller gaben am Mittwoch in Brüssel und London grünes Licht für den Zusammenschluss. Damit kann die offizielle Fusion wie geplant am 10. Oktober vollzogen werden.

„Wir sind froh, dass wir durch die Zustimmung unserer Aktionäre eine weitere Etappe auf dem Weg zum Zusammenschluss unserer Konzerne geschafft haben“, teilte AB Inbev Generaldirektor Carlos Brito mit. Für die Übernahme des britischen Konkurrenten Sab-Miller zahlt der belgisch-brasilianische Konzern insgesamt 103 Milliarden Dollar (93,8 Milliarden Euro).

Prost! Das Sortiment des neuen Bier-Giganten
Budweiser
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Budweiser, in den USA schlicht Bud genannt, wird von Anheuser-Busch gebraut. Heute ist es die am meisten verkaufte Premium-Biermarke in den USA. In der Vergangenheit gab es immer wieder Markenkonflikte und juristische Auseinandersetzung mit Budweiser Bürgerbräu, der traditionsreichen Biermarke aus dem tschechischen Budweis.

Corona Extra
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Die mexikanische Biermarke Corona Extra befindet sich mehrheitlich im Besitz von Anheuser-Busch. Im Mexiko ist es das meisterverkaufte Bier, aber auch international expandiert die Marke. Mittlerweile sind Corona-Biere in mehr als 150 Ländern erhältlich.

Stella Artois
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Stella Artois ist eine belgische Biermarke, die zu Anheuser-Busch gehört. Sie wird unter anderem in die USA, nach Brasilien, Russland und Australien exportiert. Die Stella-Artois-Produktion für den europäischen Markt stammt größtenteils aus der belgischen Stadt Löwen.

Beck's
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Die Brauerei Beck ist in Bremen beheimatet und gehört zum Konzern Anheuser-Busch InBev. Das Unternehmen setzt stark auf den Export. Heute wird die Marke in 120 Ländern der Welt vertrieben.

Leffe
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Das belgische Abtei-Bier Leffe hat eine lange Tradition: Erstmals wurde es 1240 von Mönchen gebraut. Heute gehört die Marke zur Anheuser-Busch-InBev-Gruppe.

Diebels
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Die Brauerei Diebels war bis 2001 ein niederrheinisches Familienunternehmen, mittlerweile gehört die Marke zur Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev. Im Mittelpunkt der Produktion steht Altbier.

Franziskaner
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Franziskaner wird seit dem 14. Jahrhundert in München gebraut, geblieben ist allerdings nur der eingetragene Markenname. Hergestellt wird das Bier heute bei Löwenbräu in München, Inhaber ist die belgische Anheuser-Busch-InBev-Gruppe.

Das neue Unternehmen soll AB Inbev heißen, seinen Verwaltungssitz im belgischen Löwen unterhalten und das weltweite Management von New York aus betreiben. Das ist schon die bisherige Struktur von AB Inbev. Der Weltmarktführer hatte sein Interesse an der Nummer zwei im September 2015 bekanntgegeben.

Mindestens 5500 Stellen will AB Inbev nach der Übernahme von Sab-Miller innerhalb der kommenden drei Jahre streichen. Zurzeit beschäftigt AB Inbev nach eigenen Angaben rund 150.000 Mitarbeiter in 26 Ländern. Für Sab-Miller arbeiten rund 70.000 Menschen in mehr als 80 Ländern.

Zu AB Inbev gehören Biere wie Budweiser, Corona, Stella Artois, Leffe sowie Beck's und Franziskaner in Deutschland. Sab-Miller hat unter anderem Pilsner Urquell im Portfolio sowie in China das meistverkaufte Bier der Welt, Snow.

  • afp
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