AB InBev vor Vergleich
Beck's-Trinkern winkt Entschädigung

Beck’s wirbt in den USA mit „deutscher Qualität“ – obwohl das dort verkaufte Bier aus St. Louis stammt. Nach einer Sammelklage muss Mutterkonzern AB InBev nun bis zu 50 Dollar an jeden Beck’s-Trinker zahlen.
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„Deutsche Qualität“ und „Ursprung in Bremen, Deutschland“ – so wirbt Beck’s um die amerikanischen Biertrinker. Das könnte den Mutterkonzern Anheuser-Busch InBev jetzt teuer zu stehen kommen. Denn das in den USA verkaufte Bier stammt keineswegs aus deutschen Braukesseln – sondern wird in St. Louis an den Ufern des Mississippi produziert.

AB InBev hat sich nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ nun vorläufig mit den Beteiligten an einer Sammelklage geeinigt. Diese sahen sich über die Herkunft des Bieres getäuscht – auch wenn auf jeder Flasche der Hinweis steht, dass es in den USA gebraut wurde. Damit sollen mehrere internationale Braukonzerne gegen geltende Verbraucherschutzgesetze verstoßen haben.

Beck’s-Trinker, die eine Kassenquittung vorlegen können, dürfen auf bis zu 50 Dollar (etwa 45 Euro) Entschädigung hoffen. Dabei ist es egal, ob sie wirklich wussten, woher ihr Bier stammte. Pro einzeln gekaufter Flasche sollen sie 10 US-Cent bekommen, für ein Sixpack gibt es 50 Cent. Selbst Kunden ohne Bon könnten laut „WSJ“ bis zu 12 Dollar erhalten.

Weitere von dem Vergleich betroffene Biermarken sind Foster’s, das mit einem Känguru wirbt, das vermeintlich jamaikanische Red Stripe oder auch Killian’s Irish Red. Der Vergleich wurde laut dem Bericht am Dienstag in einer ersten Anhörung von einem Richter in Miami bewilligt, die endgültige Entscheidung fällt im Oktober.

AB InBev hatte seine Beck’s-Produktion für den US-Markt 2012 nach St. Louis verlagert, vor allem aus Kostengründen. Dabei werden das örtliche Wasser sowie amerikanische Gerste verwendet. Künftig muss Beck’s den Herkunftshinweis deutlich prominenter auf seinen Verpackungen platzieren.

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  • Mal wieder ein kleiner Formfehler den Fanatiker der eigenen Dummheit wie Foodwatch als Lüge und Betrug bezeichnen, obwohl alle nötigen Informationen unmissverständlich auf dem Produkt vorzufinden sind. Bei den Amis kann man sich seine eigene gottgegebene Dummheit vom Gericht bescheinigen lassen und erhält eine Prämie dafür.. Darum steht dort ja auch auf den Pappbechern, dass aufgebrühter Kaffe heiß ist. Und unsere Fanatiker fürchten sich vor TIPP? Man sollte eher die Chance darin erkennen das die eigenen Rechte auf Dummheit erweitert werden.

  • Super!Lügen haben wenigstens manchmal kurze Beine!

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