Ab München
Condor bietet zehn neue Städteverbindungen an

dpa-afx MÜNCHEN. Die Fluggesellschaft Condor steigt ins Geschäft mit preisgünstigen Städteverbindungen ein und bringt sich so im Wettbewerb der Billigflieger stärker in Stellung. Von April an bietet die Ferienfluglinie des Reisekonzerns Thomas Cook von München aus zehn neue Verbindungen in europäische Städte zu Ticketpreisen ab 29 Euro für den einfachen Flug an. "Nach zwei Jahren der Konsolidierung ist Condor jetzt wieder bereit für weiteres Wachstum", sagte Condor- Geschäftsführer Ralf Teckentrup am Mittwoch in München.

Zu den neuen Zielen gehören Venedig, Turin, Rom, Neapel, Pisa und Genua in Italien sowie die Städte Brüssel, Marseille, Prag und Istanbul. Die Ziele werden mit zwei Flugzeugen bedient, davon eine neue Maschine. Zudem sei die Einstellung von 90 neuen Mitarbeitern geplant, davon 60 zusätzliche Flugbegleiter, 20 Piloten und zehn Beschäftigte in der Flugzeugwartung, sagte Teckentrup.

Bei den touristischen Zielen im Luftverkehr sei kein bedeutendes Wachstum mehr zu erwarten, und Condor habe bereits alle wesentlichen Urlaubsziele im Programm. Daher setze man mit den Städtezielen auf ein Geschäftsfeld, das noch Potenziale biete. Den Anteil der Individualreisenden will Condor so innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre von etwa 40 Prozent im laufenden Geschäftsjahr 2005/06 (31. Oktober) auf die Hälfte steigern.

Flughafen MÜNchen

Für den Flughafen München habe sich das Unternehmen unter anderem wegen seines weit reichenden Einzugsgebietes entschieden. München werde damit künftig zum wichtigsten Standort für Condor, sagte Teckentrup. Allerdings habe der Flughafen auch Nachteile wie beispielsweise 30 Euro an Gebühren je Passagier. In der Anfangsphase werde voraussichtlich deutlich mehr als ein Zehntel der Tickets zu Preisen ab 29 Euro angeboten. Der Anteil der teuersten Tickets und deren Preis richte sich nach der Nachfrage.

Die Investitionen sollten sich für Condor wirtschaftlich rechnen, sagte Teckentrup, ohne genauere Zahlen zu nennen. Auch zum Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2004/05, in dem die Fluglinie einen Vorsteuergewinn von bis zu 15 Mill. Euro angepeilt hatte, wollte er keine Angaben machen. Beim Thomas-Cook-Gesellschafter Lufthansa, der erst am Vorabend seine Expansionspläne für den Münchner Flughafen vorgestellt hatte, habe die Ausweitung des Streckennetzes angesichts der Konkurrenz nicht nur Jubel ausgelöst, räumte der Condor- Geschäftsführer ein. "Aber die, die bei der Lufthansa etwas zu sagen haben, verstehen, was wir tun."

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