Ab nächster Woche
Auf Bahn und Kunden kommen Warnstreiks zu

Zugreisende müssen sich nächste Woche auf Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs einstellen. Die Gewerkschaft Transnet hat Warnstreiks in allen Bundesländerung angekündigt. Die Deutsche Bahn schimpft, sorgt aber dennoch vor.
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HB BERLIN. Bei der Deutschen Bahn laufen die Vorbereitungen für die Warnstreiks in der kommenden Woche auf Hochtouren. Das Unternehmen werde am Dienstag zusätzliche Mitarbeiter einsetzen, "um die Auswirkungen des Streiks für die Reisenden so gering wie möglich zu halten", sagte ein Konzernsprecher am Samstag in Berlin. Die Bahngewerkschaft Transnet hatte zuvor bekräftigt, dass es ab Dienstag Arbeitsniederlegungen im Regionalverkehr geben wird. "Wir werden den Warnstreik auf alle Bundesländer ausdehnen", sagte Transnet-Sprecher Oliver Kaufhold der "Berliner Zeitung".

Die Warnstreiks sollen nicht nur die bundeseigene Deutsche Bahn (DB) betreffen, sondern auch die sechs großen Privatbahnen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn. Hintergrund sind die seit Wochen laufenden Verhandlungen über einen Branchentarifvertrag für alle Unternehmen mit regionalem Schienenverkehr. Die Gewerkschaften streben ein möglichst einheitliches Tarifniveau an. Die Angebote der privaten DB- Konkurrenten sind den Arbeitnehmervertretern aber bislang zu niedrig.

Die Deutsche Bahn bezeichnet deshalb die geplanten Warnstreiks als völlig unangemessen. "Ein Streik, der anderen Bahnunternehmen außerhalb der DB auf die Sprünge helfen soll, darf nicht auf dem Rücken unserer Kunden ausgetragen werden", beklagte ein DB-Sprecher. "Wir setzen auf die Vernunft aller Beteiligten." Die Verhandlungen über einen Branchentarifvertrag seien schon sehr weit.

Bahnchef Rüdiger Grube hatte zuvor mit Blick auf die Warnstreiks in einem dpa-Gespräch betont: "Wir sind immer dem Risiko ausgesetzt, dass wir instrumentalisiert werden, weil man vielleicht bei den kleinen Bahnen zu wenig bewegen kann und bei der Deutschen Bahn einen größeren Hebel hat."

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