Abhängigkeit soll durch Übernahme verringert werden
Biotechfirmen in den USA fusionieren

Das amerikanische Biotech-Pharmaunternehmen OSI Pharmaceutical steigt in die Behandlung von Augenkrankheiten ein. Für 935 Mill. Dollar übernimmt der Konzern Eyetech, ein Unternehmen, das unter anderem ein Medikament gegen eine Erkrankung mitentwickelt hat, die häufig zur Erblindung im Alter führt.

HB MELVILLE. OSI will 20 Dollar je Eyetech-Aktie oder ein Aufgeld von 43 Prozent zahlen. Die Eyetech-Aktionäre erhalten 15 Dollar je Aktie in bar und den Rest in OSI-Aktien. OSI erwartet für 2006 einen Umsatz von 600 Mill. Dollar. Bislang ist der Konzern nur auf dem Markt für Krebs- und Diabetes-Mittel tätig und vom Wachstum weniger Produkte abhängig - etwa vom Krebsmittel Tarceva. Diese Abhängigkeit soll durch die Übernahme verringert werden „Wir haben lange nach einem Nachfolger von Terceva gesucht“, sagte OSI-Chef Colin Goddard.

Die Rolle des Wachstumstreibers im fusionierten Konzern soll nun Macugen von Eyetech einnehmen. Das Mittel kann die fortschreitende Erblindung bei älteren Patienten stoppen, die an feuchter altersbedingter Makula-Degeneration leiden. Das Medikament ist seit Januar in den USA auf dem Markt und wird bis Jahresende nach Firmenschätzung einen Umsatz von 175 bis 190 Mill. Dollar erzielen. Die Zulassung in Europa soll in diesem Jahr folgen.

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