Abkommen gefordert
EU-Staaten besorgt über Golf-Airlines

Die EU soll Airlines stärker vor Konkurrenz aus den Golfstaaten stützen. Das fordern Deutschland und Frankreich. Die Länder drängen auf ein Luftverkehrsabkommen, die Kommission arbeitet bereits an einer Strategie.
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BrüsselAngesichts des zunehmenden Konkurrenzdrucks durch arabische Fluggesellschaften drängen Deutschland und Frankreich auf ein EU-Abkommen mit den Ländern der Golf-Region. „Wir haben in den letzten Jahren festgestellt, dass es zunehmend zu einer Wettbewerbsverzerrung kommt, gerade auch in der Auseinandersetzung mit den Golf-Fluglinien“, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag in Brüssel.

Es gebe Anhaltungspunkte, dass die staatliche Unterstützung dort einen Vorteil gegenüber den europäischen Airlines bedeute. Er habe deshalb gemeinsam mit seinem französischen Kollegen die EU-Kommission gebeten, Verhandlungen über ein Luftverkehrsabkommen mit den Staaten vom Persischen Golf auf den Weg zu bringen, sagte Dobrindt.

EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc ließ in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Brief ihre Unterstützung für den Vorstoß erkennen. Die Kommission arbeite in diesem Jahr an einer Strategie für den Luftfahrtsektor und erwäge eine Reihe von Vereinbarungen mit Drittstaaten, darunter sei auch die Golfregion.

Dobrindt zufolge soll das Ziel eines solchen Luftverkehrsabkommens die Wiederherstellung von Chancengleichheit im Wettbewerb sein. Der Vorteil des Abkommens könne für die Airlines vom Golf darin bestehen, dass man sich dann wieder über neue Landerechte unterhalten könne, fügte der CSU-Politiker hinzu.

Die aufstrebenden Fluggesellschaften vom Persischen Golf wie der Air-Berlin -Großaktionär Etihad und Emirates setzen den europäischen Branchenführern Lufthansa und Air France seit Jahren zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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