Absage an DB Telematik
Verhandlungen über digitalen Polizeifunk geplatzt

Die Staaatssekretäre der Innenminsterien von Bund und Ländern haben im Zusammenhang mit der Einführung des Digitalfunks für Polizei, Feuerwehren und Rettungskräfte das Angebot der Bahn als „weder tragfähig noch verhandlungsfähig“ abgelehnt. Gleichzeit beschlossen sie nach Angaben des BUndesinnenministeriums am Mittwoch in Berlin, den Digitalfunk bis Ende 2010 flächendeckend einzuführen.

HB BERLIN. Die Bahn-Tochter DB Telematik hatte Ende November ihr abschließendes Angebot für Aufbau und Betrieb des Systems abgesegnet. Die Offerte umfasse ein Volumen von 5,1 Milliarden Euro für einen Zeitraum von 15 Jahren, hieß es zu dem Zeitpunkt aus dem Umfeld des Unternehmens. Das tatsächliche Volumen des Projekts dürfte Schätzungen zufolge bei über sechs Mrd. Euro liegen, da in dem Angebot weitere Kosten versteckt seien.

Die neue digitale Technik soll den veralteten Polizeifunk bundesweit ablösen. Dieser ist durch die analoge Übertragung störanfällig und nicht abhörsicher. Der Entscheidungsprozess um den Auftrag zum Aufbau eines flächendeckenden digitalen Behördenfunks zieht sich schon seit weit über einem Jahr hin. Deutschland gilt als eines der letzten Länder in Europa, die noch nicht über eine digitale Funktechnik verfügen. Die Kosten für den Aufbau des Netzes wollen sich Bund und Länder teilen.

Das Bundesinnenministerium hatte den Auftrag für die Systemtechnik bereits im Sommer an die EADS Secure Networks vergeben. Das flächendeckende Netz sollte nach Vorstellungen der Auftraggeber besonders stark und zuverlässig sein.

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