Absage
Keine Fusion von Dekra und TÜV

Der Sachverständigenverein Dekra hat Fusionen mit einer der vier TÜV-Gesellschaften in Deutschland nach mehreren vergeblichen Anläufen eine endgültige Absage erteilt.

HB FRANKFURT. "Wenn zwei starke Marken zusammengehen, ist eigentlich keinem geholfen. Zudem gäbe es in unserem Fall kartellrechtliche Probleme", sagte Vorstandschef Klaus Schmidt der "WirtschaftsWoche" laut einem am Samstag veröffentlichten Interview. "Ich kann deshalb ausschließen, dass wir uns mit einem TÜV zusammentun werden." Im Ausland wolle Dekra, schon jetzt Marktführer in Europa, dagegen weiter zukaufen und Partnerschaften eingehen.

Zuletzt hatten TÜV Süd und TÜV Rheinland ihre Fusionspläne nach Widerstand des Kartellamts aufgeben müssen. Schmidt sagte, die Entscheidung der Wettbewerbshüter sei richtig gewesen. Auch Dekra und TÜV Süd hatten schon einmal angebändelt.

Die Stuttgarter Dekra ist inzwischen der größte Prüfkonzern in Deutschland. In diesem Jahr soll der Umsatz auf 1,6 von 1,3 Mrd. Euro steigen. "Wir werden das Ziel erreichen", sagte Schmidt. Die Dekra sei gerade dabei, sich kapitalmarktfähig zu machen, etwa um am Kapitalmarkt Anleihen aufnehmen zu können. "An einen Börsengang denkt im Moment aber niemand", sagte er. Die zwei größten Dekra-Konkurrenten, die Schweizer SGS und die französische Bureau Veritas, sind börsennotiert.

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