Absatz-Einbruch
Russen trinken weniger Campari

Es ist nur ein Grund für schlechte Zahlen, doch vor allem im Russland-Geschäft musste Campari Federn lassen – angeblich auch wegen westlicher Sanktionen. Der starke Euro tut sein Übriges. Doch Campari ist optimistisch.
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MailandWeniger Nachfrage in Russland und der starke Euro belasten den italienischen Spirituosen-Konzern Campari. Der Gewinn vor Steuern sank im ersten Quartal binnen Jahresfrist um knapp 50 Prozent auf 20,7 Millionen Euro, wie der vor allem für seinen rotfarbigen Aperitif bekannte Hersteller von Likören und Whiskys am Dienstag mitteilte. Der Umsatz fiel um rund acht Prozent auf knapp 290 Millionen Euro. In Russland gab der Absatz um 24 Prozent nach, was laut Campari unter anderem daran lag, dass russische Großhändler wegen verschärfter Kredit-Bedingungen weniger Ware orderten. Allerdings macht der Konzern dort nur 2,5 Prozent seines Umsatzes. In Deutschland, das für ein Zehntel der Geschäfte steht, gaben die Erlöse um rund sechs Prozent nach.

Campari-Chef Bob Kunze-Concewitz erklärte, die Euro-Stärke sowie die allgemeine wirtschaftliche und politische Lage bereiteten weiterhin Schwierigkeiten. Dennoch gehe der Konzern von anziehenden Geschäften im Jahresverlauf aus. Schon im April habe es wieder ein Absatzwachstum gegeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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