Abschluss steht in den nächsten Tagen nicht an
US-Finanzinvestor will Brau und Brunnen kaufen

Die Hypo-Vereinsbank AG ist nach Angaben aus Finanzkreisen weiter mit vier Interessenten für ihren Anteil am Brauereikonzern Brau und Brunnen AG im Gespräch.

HB MÜNCHEN /DORTMUND. Derzeit verhandle die Hypo-Vereinsbank intensiv mit drei Bietern, hieß es am Montag in Branchenkreisen. Darunter befinden sich dem Vernehmen nach unter anderem die Radeberger-Gruppe und die US-Beteiligungsgesellschaft One Equity Partners (OEP). Ein vierter Interessent habe noch Außenseiterchancen. Mit einem Abschluss in den nächsten Tagen sei eher noch nicht zu rechnen.

Das Magazin „Focus“ hatte berichtet, die Verhandlungen mit OEP stünden bereits kurz vor dem Abschluss. Es gehe nur noch um letzte Details. Nach Informationen des Magazins will OEP zusammen mit einem US-Braukonzern als strategischem Partner - genannt wird Anheuser- Busch - bei Brau und Brunnen (Jever, Berliner Pilsner) einsteigen. In Branchenkreisen wurde aber betont, dass noch keine Vorentscheidung gefallen sei. Die Bank stehe nicht unter Zeitdruck.

Die Hypo-Vereinsbank will sich von ihrer Mehrheitsbeteiligung an der Dortmunder Brau und Brunnen trennen, weil sie nicht zum Kerngeschäft gehört. Zudem kann die Bank den Verkaufserlös gut zur Stärkung ihrer dünnen Kapitaldecke gebrauchen. Der Zeitpunkt ist nicht ungünstig, da derzeit eine Konsolidierungswelle über den deutschen Biermarkt schwappt. Vor allem die internationalen Brauriesen haben ein Auge auf den deutschen Markt geworfen. So verbündete sich Heineken mit der Paulaner-Gruppe, die belgische Interbrew übernahm die Brauaktivitäten von Spaten-Franziskaner- Löwenbräu.

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