ADAC
Ein Automobilklub reformiert sich

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Auch innen ist alles neu

Markl stellt den ADAC aber auch inhaltlich neu auf. Jede Umfrage wird veröffentlicht, geteilte Meinungen der Mitgliederschaft offengelegt, die Meinung der ADAC-Experten nur noch danebengestellt: „Dann kann sich jeder ein eigenes Bild machen.“ Die Vereinsspitze schwingt sich nicht mehr zur Stimme aller deutschen Autofahrer auf.

Und „wir wandeln uns vom Autofahrerclub zu einem Mobilitätsdienstleister für unsere Mitglieder“, sagt Markl. Der Verein helfe dem Mitglied, den besten Weg von A nach B zu finden – auch mit der Bahn oder dem Fahrrad. Und „die Pannenhilfe hilft auch bei Problemen mit dem E-Bike“.

Trotz vieler Treppenlift-Anzeigen in der Club-Zeitschrift: Das Durchschnittsalter der ADAC-Mitglieder liegt bei nur 45 Jahren. Junge Leute mit alten Autos brauchen eben häufiger Pannenhilfe. Markl umwirbt sie aber auch gezielt mit digitalen Angeboten zur persönlichen Mobilität: „Das ist einer der Schwerpunkte für die kommenden Jahre, da wollen wir am Ball bleiben.“

Krise und Reformen haben den ADAC annähernd 40 Millionen Euro gekostet. Dennoch sind die Beiträge seit drei Jahren stabil. Eine Erhöhung sei nicht geplant, sagt Markl. Und mit der neuen Aufteilung ändere sich für die Mitglieder gar nichts. Auch die Plus-Mitgliedschaft mit Versicherungsschutz bleibe unverändert.

Der vom Vorgänger Meyer geführte ADAC-Regionalclub Nordrhein hatte lange gegen Markls Kurs opponiert, nach dessen Sieg auf der letzten Hauptversammlung aber eingelenkt. Die Zusammenarbeit sei heute „durch ein gutes kollegiales Arbeitsverhältnis geprägt“, heißt es aus Köln.

Im nächsten Mai will Markl zur Wiederwahl antreten, für weitere vier Jahre. „Ich fühle mich verpflichtet, das abzuschließen, was ich angefangen habe. Und ich habe Lust dazu, da ich die Unterstützung der Menschen spüre.“ Transparency-Chefin Müller, die ihn als „ausgeglichenen Typ ohne ideologische Scheuklappen“ kennengelernt hat, hält das für eine gute Idee. Ein neuer Präsident würde eigene Duftmarken setzen wollen. Markl wäre „eher ein Stabilitätsfaktor und Garant, dass es in guten Bahnen weiterläuft“.

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Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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