Adidas und Co.: Sportartikelbranche blickt zufrieden auf 2012

Adidas und Co.
Sportartikelbranche blickt zufrieden auf 2012

Die Sportartikelbranche hat ein gutes Jahr hinter sich. Ein Umsatzwachstum von rund 5 Prozent stellt die meisten Händler zufrieden. Auch die Hersteller profitieren vom Trend zu einem gesünderen und sportlichen Leben.
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HerzogenaurachJubelstürme hören sich anders an, aber im Großen und Ganzen ist die Sportartikelbranche mit dem zu Ende gehenden Geschäftsjahr sehr zufrieden. Allerdings läuft derzeit noch der Schlussspurt - mit ungewissem Ausgang: „Bei uns ist der entscheidende Faktor das Wetter. Wenn wir einen guten Winter haben, dann klingeln die Kassen, und die Lager sind leer“, erläutert etwa Adalbert von der Osten, Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI). Der frühe Schneefall in vielen Regionen Deutschlands macht den Händlern deshalb Hoffnung, dass sie ihre warmen Jacken und gefütterten Schuhe nicht am Ende der Saison mit hohen Rabatten losschlagen müssen.

Winterartikel machen bei den Sportgeschäften traditionell einen ordentlichen Batzen des Jahresumsatzes aus, im Süden der Republik sogar bis zu einem Drittel. Darüber hinaus sind die Umsatztreiber Laufsport und Fitness, Outdoor sowie Mannschaftssportarten, vor allem Fußball. Mit Blick auf 2012 resümiert der Präsident des Verbands Deutscher Sportfachhandel, Werner Haizmann: „Wir sind sehr zufrieden.“ Laufschuhe seien das ganze Jahr über stark gefragt gewesen, auch das Geschäft mit robuster Wetter- und Funktionskleidung habe zugelegt: „Outdoor läuft immer noch gut auf hohem Niveau, nur die Zuwachsraten sind nicht mehr so wie früher.“

Allein der größte Einkaufsverbund Intersport rechnet mit Gesamterlösen in Höhe von 2,85 Milliarden Euro. Die Händler, die bis auf kleinere Spezialgeschäfte fast komplett bei Intersport oder Sport 2000 organisiert sind, werden ihren Umsatz in diesem Jahr um vier bis fünf Prozent steigern. Die Ertragslage sehe aber oftmals nicht ganz so rosig aus, betont Sport 2000-Geschäftsführer Andreas Rudolf. Man habe die Ware aus dem viel zu warmen Vorwinter mit hohen Rabatten verkaufen müssen - „definitiv nicht zu den Margen, die man sich gewünscht hat“.

Dafür erfuhr der Sport in diesem Jahr durch die beiden Großereignisse Olympia und Fußball-EM viel Aufmerksamkeit - auch wenn sich dies nur begrenzt auf die Erlöse auswirkte. „Olympia spielt wirtschaftlich für uns keine Rolle“, heißt es unisono. „Die EM aber ist ein Kassenklingler, da klettern unsere Umsätze im Teamsportbereich um bis zu 30 Prozent“, schildert Intersport-Sprecher Roland Scheuermeyer. Sport 2000-Chef Rudolf schränkt jedoch ein, dass der Verkauf von Fanartikeln, DFB-Trikots oder Turnierschuhen nur einen sehr geringen Teil des Gesamtumsatzes ausmache.

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