Adidas verspricht Gewinnsprünge
Hainer umgarnt mit neuer Strategie die Investoren

Herber Hainer will es noch einmal wissen: Mit einem Fünfjahresplan macht der spätestens in zwei Jahren abtretende Adidas-Chef die Investoren heiß. Sein Versprechen – bis 2020 jährlich zweistelliges Gewinnwachstum.
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Herzogenaurach, DüsseldorfÜber den Kampf zum Erfolg: Adidas gibt sich angriffslustig. Vorstandschef Herbert Hainer verspricht den Aktionären, den Gewinn bis 2020 im Schnitt jedes Jahr um 15 Prozent zu steigern. Auf einer Investorenkonferenz am Firmensitz in Herzogenaurach kündigte der Manager heute Morgen zudem an, dem Umsatz im selben Zeitraum jährlich um bis zu neun Prozent in die Höhe zu schrauben. In fünf Jahren käme das Label dann auf gut 22 Milliarden Euro.  

Vor Analysten, Investoren und Reportern aus der ganzen Welt erläuterte Hainer, wie Europas größter Turnschuh-Hersteller wieder in Fahrt kommen soll. „Wir müssen die Kunden jeden Tag überraschen“, betonte der 60-Jährige. Drei Punkte stehen im Zentrum seiner Bemühungen. Erstens: Adidas soll schneller werden. 

Zweitens: Die Marke fokussiert sich auf sechs Großstädte, Los Angeles, New York, London, Paris, Schanghai und Tokio. In diese Metropolen fließt besonders viel Marketinggeld, hier sollen die Trendsetter umgarnt werden. Drittens: Die Konsumenten sollen stärker daran beteiligt werden, wenn das Label neue Shirts, Shorts und Schuhe entwickelt.

Adidas braucht dringend neue Impulse. Die vergangenen beiden Jahre waren eine einzige Enttäuschung für das Traditionsunternehmen und seine Anteilseigner. Die Franken haben ihre selbst gesetzten Ziele meilenweit verfehlt. „Wir waren nicht so gut, wie wir uns das selbst erhofft hatten“, gab sich Hainer selbstkritisch. Besonders ärgerlich war, dass Weltmarktführer Nike im selben Zeitraum kräftig zulegte.  Die Quittung dafür bekam Hainer 2014, als die Aktie mit einem Minus von fast 40 Prozent der größte Verlierer im Dax war.

Das sei jedoch alles Vergangenheit, betonte der Konzernlenker. Jetzt soll es wieder aufwärts gehen. Dazu räumt Hainer erst einmal intern auf: Jeder vierte Artikel verschwindet aus dem Sortiment. Seine Mitarbeiter sind nun einzelnen Sportarten wie Fußball oder Laufen zugeordnet. Bisher waren sie nach Funktionen organisiert, etwa Marketing oder Vertrieb. Das soll die Abläufe beschleunigen.

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