Aegean Airlines
Star Alliance wächst ungebremst weiter

Die Star Alliance, das weltweit größte Bündnis internationaler Fluggesellschaften, nimmt nun auch die griechische Fluglinie Aegean Airlines in seine Reihen auf. Damit wächst die Marktmacht der Allianz um die Lufthansa. Die EU-Kommission fürchtet, dass der Wettbewerb unter dem Bündnis leiden könnte.

ATHEN. Die Star Alliance, das weltweit größte Bündnis internationaler Fluggesellschaften, bekommt Zuwachs. Gestern gab die Allianz in Athen die Aufnahme der griechischen Aegean Airlines bekannt. Damit zählt das Bündnis nun 22 Mitglieder. In den kommenden Monaten werden voraussichtlich fünf weitere Mitglieder dazustoßen, darunter die US-Fluggesellschaft Continental, die vom Luftfahrbündnis Sky Team um Air France zur Star Alliance wechselt, sowie die brasilianische TAM und Air India.

Die deutliche Expansion des Verbunds um Lufthansa kommt zu einer Zeit, da die Wettbewerbshüter das Bündnis kritisch unter die Lupe genommen haben. So ermittelt die EU-Kommission seit April gegen die Star Alliance-Mitglieder Lufthansa, United Airlines und Air Canada sowie Continental Airlines. Die vier Gesellschaften planen auf den Nordatlantikrouten eine enge Zusammenarbeit unter dem Namen „Atlantic Plus Plus“. Sie wollen Flugpläne und Marketing abstimmen. Die Brüsseler Kommission prüft nun, ob die Airlines damit gegen das europäische Kartellrecht verstoßen.

Bei Lufthansa ist man jedoch davon überzeugt, dass Konzepte wie das der Star Alliance wettbewerbsrechtlich nicht zu beanstanden sind. Die US-Behörden hätten das geplante Joint Venture bereits vorläufig genehmigt, sagte Götz Ahmelmann, Leiter Allianzen, Strategie und Beteiligungen bei Lufthansa, dem Handelsblatt. Lufthansa arbeite zudem bei der Prüfung eng mit der Kommission zusammen und erwarte einen positiven Ausgang.

Auch die Sorgen einiger Branchenexperten, die Star Alliance werde allmählich zu groß und verzettele sich dadurch, teilt man bei der Kranich-Airline nicht. Der Verbund sei weiterhin offen für Mitglieder, sagte Star-Alliance-Vizepräsident Christian Klick in Athen. „Wir wollen allerdings eine kontrollierte, homogene Expansion der Allianz“, unterstrich er. Vor einer Überdehnung schütze die Regel, dass die Aufnahme neuer Mitglieder nur einstimmig möglich sei. „Das bewahrt uns zugleich vor internen Konflikten“, sagte Klick.

Als die Star Alliance vor genau zehn Jahren von Lufthansa, United Airlines, SAS, Air Canada und Thai Airways gegründet wurde, schwebte dem damaligen Lufthansa-Vorstandschef Jürgen Weber ein Bündnis von maximal zehn Airlines vor. Inzwischen hat die Allianz fast die dreifache Anzahl von Mitgliedern, befördert jährlich fast 507 Mio. Fluggäste und kontrolliert damit 32 Prozent des weltweiten Luftverkehrs.

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