Aero-Lloyd-Pleite markanter Akzent in laufender Konsolidierung
Aufruhr am Himmel

Die Billigflieger drängen verstärkt ins Feriengeschäft - und forciren damit in der Branche einen ruinösen Preiskampf, dem viele Ferienflieger nicht mehr gewachsen sind.

ebe/ek/dp DÜSSELDORF. Die Hiobsbotschaft kam kurz nach Mitternacht. Per Fax teilte Aero Lloyd den Reiseveranstaltern lakonisch mit, die Charter-Airline werde ihren Flugbetrieb ab sofort einstellen. Kurz darauf liefen bei Tui und Thomas Cook die Telefondrähte heiß; die Krisenstäbe traten zusammen. Auch die Flughäfen wurden noch in der Nacht alarmiert: Bei Aero Lloyd geht und fliegt nichts mehr!

Das jähe Ende einer Ferienfluggesellschaft, die zu den kleinsten der sechs deutschen Anbieter gehört, kam überraschend. Zwar operiert das Unternehmen seit Jahren in den roten Zahlen. Dennoch kam der Zeitpunkt des Zusammenbruchs, so ein Insider „wie der Blitz aus heiterem Himmel“.

Am Flughafen Düsseldorf beispielsweise waren noch am Mittwochabend Aero-Lloyd-Passagiere im „Late-Night“-Check-in für ihre Abflüge am nächsten Morgen abgefertigt worden. Als sie dann mit ihren Bordkarten an den Schaltern erschienen, gab es das böse Erwachen. Bei der Tui waren es 500 Gäste, die ihren Urlaub antreten wollten, und 800 weitere, die in den Ferienorten auf den Rücktransport mit Aero Lloyd warteten. Der Reisekonzern charterte zwei Flugzeuge von der LTU und setzte sie ab München und Düsseldorf zu mehreren Ersatzflügen ein. Thomas Cook organisierte Sonderflüge mit eigenem Gerät; betroffen waren ausschließlich Flüge nach Ägypten und Griechenland.

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