Aeroflot: Russische Superjets dürfen wieder fliegen

Aeroflot
Russische Superjets dürfen wieder fliegen

Wegen technischer Probleme wurde vier Superjet-Maschinen die Flugerlaubnis entzogen. Nun ist bekannt, dass diese seit Donnerstag wieder in der Luft sind. Der Flugzeugtyp macht angeblich 40 Prozent der Aeroflot-Pannen aus.
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MoskauNur wenige Tage nach ihrer vorübergehenden Stilllegung wegen technischer Probleme haben vier Superjets 100 der russischen Fluggesellschaft Aeroflot ihre Flugerlaubnis zurückerhalten. Wie der Hersteller Suchoi mitteilte, hatte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazia bereits am Donnerstag den Betrieb von drei Maschinen wieder erlaubt, am Freitag sei die Freigabe für den vierten Superjet 100 erfolgt. Die Mängel an den Fliegern seien in Zusammenarbeit mit Aeroflot behoben worden.

Die Zeitung „Wedomosti" hatte unter Berufung auf Rosawiazia-Kreise berichtet, die Probleme beim Superjet 100 beträfen das Fahrwerk. Die Behörde habe deshalb die vorübergehende Stilllegung einiger dieser Flieger von Aeroflot angeordnet. Die Wirtschaftszeitung "Kommersant" schrieb vergangene Woche, dass 40 Prozent der bei der Aeroflot-Flotte registrierten Pannen auf das Konto des Superjets gingen.

Der Superjet 100 war die große Hoffnung der russischen Luftfahrtindustrie. Das Mittelstreckenflugzeug hat Platz für bis zu hundert Passagiere und kann Entfernungen zwischen 3200 und 4620 Kilometern zurücklegen. Der Flieger wurde entwickelt, um dem brasilianischen Konzern Embraer und dem kanadischen Unternehmen Bombardier Konkurrenz zu machen. Auf einem Demonstrationsflug in Indonesien, bei dem um mögliche Kunden geworben werden sollte, prallte im März vergangenen Jahres ein Superjet 100 aufgrund eines Pilotenfehlers gegen einen Vulkan. 45 Insassen starben.

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