Aggressive Expansion
Roland Berger verdoppelt Zahl der Berater

Die geplante Fusion mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte sollte Roland Berger zu einer der größten Unternehmensberatungen weltweit machen. Die eigenen Partner stimmten aber gegen die Fusion. Nun greift Plan B: Roland Berger soll aus eigener Kraft wachsen.
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HB MÜNCHEN. Nach der geplatzten Fusion mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte will die Unternehmensberatung Roland Berger nun aus eigener Kraft auf aggressiven Expansionskurs gehen. "Wir werden in den nächsten drei Jahren 100 Mio. Euro investieren und die Zahl der Berater annähernd verdoppeln", sagte Roland-Berger-Chef Martin Wittig dem Handelsblatt.

Dem Vernehmen nach kommt das Kapital etwa zur Hälfte von Unternehmensgründer Roland Berger. Zudem wollen die etwa 180 Partner einen Teil der ihnen zustehenden Gewinne im Unternehmen belassen. "Das ist ein sensationelles Ergebnis: Statt einen großen Scheck zu nehmen, zahlt jeder der Partner lieber einen kleinen Scheck ein", sagte Wittig.

Die Partner hatten sich auch einem Treffen am Wochenende überraschend mit klarer Mehrheit gegen die Übernahme durch Deloitte ausgesprochen. Den Stimmungsumschwung hatte Roland Berger mit seiner Investitionszusage ausgelöst. "Wir waren nicht aktiv auf Partnersuche, man hat uns angesprochen", betonte Wittig nun. Mit dem nun erzielten Ergebnis sei er zufrieden. "Es gab zwischendurch Erschütterungen, aber am Ende ist eben doch alles richtig gelaufen."

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  • Auch Herr Wittig gehört zu den Managern, die sich
    bei aktuellen Erklärungen zu Lage berger offenbar nicht mehr erinnern, was sie noch vor dem Ergebnis der Fusions-Causa Deloitte gesagt haben. Das Scheitern, weil die meisten Partner m.E.Angst hatten, von Deloitte untergepflügt zu werden, wird nun mit dem Gegenteil begründet. Nun wird das 'Scheitern' wieder mit Zukunftsvisionen - Verdoppelung der berater- zugedeckt. Notwendig ist aber nicht Masse sondern Klasse, und angeschts der 'Aufstellung und Struktur' wird es schwer werden wirklich gute berater zu akquirieren.

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