Aggressive Preissenkungen für den Herbst geplant
Lufthansa nimmt Kampfansage der Billigflieger an

Im harten Preiswettbewerb mit Billiganbietern bereitet die Deutsche Lufthansa derzeit neue Attacken auf die Konkurrenz vor. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen will die Fluggesellschaft im Spätsommer vor allem in Deutschland aggressive Preissenkungen für den Herbst ankündigen.

FRANKFURT/M. Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley äußerte sich dagegen in einer Telefonkonferenz noch unbestimmter, als er sagte, Lufthansa werde auf die Konkurrenz der Billigflieger gegebenenfalls mit einer aggressiven Preispolitik antworten. In diesem Sommer, so Kley, sei allein in Europa mit 90 zusätzlichen Flugzeugen von Low-Cost-Carriern zu rechnen.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte Lufthansa vereinzelt mit Niedrigpreisen geworben. Die größte deutsche Linie rechnet angesichts der wachsenden Konkurrenz mit weiterhin fallenden Durchschnittserlösen pro Passagier (Yields) in Europa, dem wichtigsten Markt, sowie in Asien. Schon im ersten Quartal waren die Yields um 1,7 Prozent zurückgegangen. Die Lage in der Branche bleibe unverändert schwierig, sagte Kley.

Nicht nur die Billigflieger machen der Lufthansa zu schaffen. Auch die rasant steigenden Treibstoffpreise setzen der Fluggesellschaft stärker zu als erwartet.

Trotz der wachsenden Belastungen erneuerte der zweitgrößte Flugkonzern Europas wenige Wochen nach einer Gewinnwarnung des Partners Austrian Airlines seine Gewinnprognose für das laufende Jahr. Ziel bleibe ein operatives Ergebnis auf dem Niveau von 2004, also 383 Mill. Euro, sagte Kley. Die Mehrkosten würden durch die geplanten und teils schon erreichten Kostensenkungen an anderer Stelle ausgeglichen.

Für Kerosin habe Lufthansa allein in den ersten drei Monaten 458 Mill. Euro oder 35 Prozent mehr ausgeben müssen als im Vorjahreszeitraum. Kley rechnet nun mit einem höheren Treibstoffaufwand als ursprünglich geplant. Im Budget für 2005 wurden nun bis zu 2,5 Mrd. Euro angesetzt statt 2,2 Mrd. Euro zuvor. Lufthansa ist allerdings besser gegen Ölpreisschwankungen geschützt als der Großteil ihrer Konkurrenten. Für 2005 sei die Gesellschaft bei Treibstoff zu 88 Prozent abgesichert.

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