Air Baltic Deutscher Unternehmer will bei lettischer Fluglinie einsteigen

Neue Maschinen, neue Interessenten: Die lettische Fluglinie Air Baltic erneuert ihre Flotte. Das ruft Investoren auf den Plan. Der Unternehmer Ralf-Dieter Montag-Girmes will einsteigen – für 52 Millionen Euro.
Wegen seiner Geschäftskontakte nach Russland gibt es in Lettland Vorbehalte gegen Montag-Girmes. Doch das Lager der Befürworter konnte sich durchsetzen. Quelle: dpa
Umstrittene Persönlichkeit

Wegen seiner Geschäftskontakte nach Russland gibt es in Lettland Vorbehalte gegen Montag-Girmes. Doch das Lager der Befürworter konnte sich durchsetzen.

(Foto: dpa)

RigaDer deutsche Unternehmer Ralf-Dieter Montag-Girmes will bei Air Baltic einsteigen. Für 52 Millionen Euro möchte der 52-Jährige Finanzinvestor 20 Prozent der Anteile an der lettischen Fluglinie übernehmen. Angesichts der erfolgreichen Restrukturierung und der günstigen Kostenposition sehe er aussichtsreiche Perspektiven für das Staatsunternehmen, sagte Montag-Girmes der Deutschen Presse-Agentur. Mit der Übernahme der neuen Bombardier CS300 und dem geplanten Erwerb neuer Regionalflugzeuge werde Air Baltic zudem künftig eine der effektivsten Flotten in Europa haben.

Wegen seiner Geschäftsbeziehungen mit Russland gibt es in Lettland jedoch Vorbehalte gegen Montag-Girmes. Die Regierung des baltischen EU-Landes hatte nach langer Diskussion beschlossen, dass er die Anteile übernehmen darf. Weitere 80 Millionen Euro sollen vom Staat dazugegeben werden. Dem muss das Parlament aber noch zustimmen. Lettland, das 99,8 Prozent der Air Baltic-Aktien hält, ist seit längerem auf der Suche nach einem Investor für die Fluglinie.

Mit diesen Airlines gibt es besonders oft Ärger
Entschädigung bei Verspätungen
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Passagiere sind es gewohnt, dass das Flugzeug pünktlich startet. Doch oft kommt es zu Verspätungen oder Ausfällen. Streiks, Wetter oder technische Probleme können den Abflug verzögern oder gar unmöglich machen. Das passiert auch in den Sommermonaten, wenn viele Reisende unterwegs sind. Ärgerlich – doch Passagiere haben manchmal einen Anspruch auf Entschädigung.

Der Entschädigungsdienstleister „Refund.me“ hat untersucht, welche Airlines besonders häufig für Verspätungs- oder Flugausfallverdruss bei den Passagieren sorgen. Datengrundlage sind mehrere tausend Forderungen aus den Monaten Juni bis September 2015. Von welchen Fluggesellschaften besonders häufig Entschädigungen verlangt wurden.

Platz 5 weltweit – British Airways
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Drei Prozent der Entschädigungsansprüche weltweit, insbesondere von englischen, französischen und spanischen Passagieren, richten sich gegen British Airways. Bei einem großen Angebot an Flügen ist eine Flugverspätung bei den Briten offenbar sehr häufig an der Tagesordnung.

Betroffene Fluggäste können sich an Unternehmen wie Refund.me wenden, die als eine Art Inkassodienst fungieren. Das macht es für die Passagiere oft einfacher, als selbst gegen die Fluggesellschaft vorzugehen.

Platz 4 weltweit – Air France
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Dauert die Verspätung länger als drei Stunden, steht Fluggästen eine zeitlich gestaffelte Entschädigung zwischen 250 Euro und 600 Euro zu. Gegen die größte französische Fluggesellschaft Air France richten sich weltweit dreieinhalb Prozent der Auszahlungsansprüche.

Platz 3 weltweit – Ryanair
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Insgesamt gingen bei Refund.me zwischen Juni und September Entschädigungsansprüche gegen 151 Fluggesellschaften ein. Auch Ryanair wurde dabei nicht verschont: fünf Prozent der Ansprüche der Fluggäste weltweit richten sich gegen die irische Billig-Airline.

Platz 2 weltweit – Easyjet
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Acht Prozent der Fluggäste aus der ganzen Welt gingen die britische Fluggesellschaft Easyjet vor. Müssen Passagiere am Flughafen länger warten, stehen ihren außerdem Essen und Getränke zu. In der Regel verteilen die Fluggesellschaften Gutscheine. Bei Erfolg vor Gericht kassieren Dienstleister wie Refund.me eine Provision. Sollte die Klage jedoch scheitern, trägt das Unternehmen die Kosten.

Platz 1 weltweit – Vueling
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Die meisten Entschädigungsansprüche der Passagiere weltweit richteten sich gegen Vueling: 13 Prozent. Die spanische Billigfluggesellschaft befindet sich in einer Wachstumsphase und baut ihr Streckennetz und ihre Flotte kontinuierlich aus.

Platz 5 Deutschland – Easyjet
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Während englische, französische und spanische Passagiere vor allem von den bereits erwähnten Fluggesellschaften Entschädigungen forderten, sah es bei den deutschen Flugreisenden anders aus: insgesamt gingen sie gegen 68 Airlines vor. Neben einheimischen Gesellschaften landet die britische Easyjet auch in dieser Auswertung, diesmal auf dem fünften Platz mit fünf Prozent.

  • dpa
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