Air Berlin

Großaktionär verlangt Ablösung von Mehdorn

Wegen der hohen Verluste hat Hartmut Mehdorn das Vertrauen eines wichtigen Aktionärs verloren: Etihad-Chef James Hogan verlangt laut einem Medienbericht seine Ablösung.
Update: 23.08.2012 - 11:35 Uhr 4 Kommentare
Hartmut Mehdorn, sitzt auf einer Pressekonferenz des Unternehmens. Quelle: dapd

Hartmut Mehdorn, sitzt auf einer Pressekonferenz des Unternehmens.

(Foto: dapd)

Frankfurt Air-Berlin-Großaktionär Etihad verlangt einem Magazinbericht zufolge die rasche Neubesetzung des Chefpostens. Konzernleiter Hartmut Mehdorn habe wegen der hohen Verluste der Fluggesellschaft das Vertrauen von Etihad-Chef James Hogan verloren, berichtet das „Manager-Magazin“ ohne Quellenangabe am Donnerstag vorab. Air Berlin war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Schon länger wurde die Frage aufgeworfen, ob der ehemalige Bahn-Chef, der in einer Art Hauruck-Aktion am 1. September 2011 an die Stelle des Firmengründers Joachim Hunold gesetzt wurde, überhaupt eine Chance hat. Oder steht der Mann, der bisher eine beeindruckende Managerkarriere absolviert hat, bei Air Berlin vor dem Scheitern?

Die Frage steht im Raum, ist aber noch nicht beantwortet. Fest steht, nur ein zupackender Manager wie Mehdorn ist in der Lage, Air Berlin nach fünf Verlustjahren wieder rentabel zu machen.

So sieht das auch Aufsichtsratschef Hans-Joachim Körber. Er stehe voll und ganz hinter Mehdorn, hieß es in der vergangenen Woche in seinem Umfeld. Ob solche Solidaritätsadressen belastbar sind, ist angesichts der Größe der Probleme und des fortgeschrittenen Alters des immerhin schon 70 Jahre alten Mehdorns fraglich. Die Personalberatung Egon Zehnder könnte bereits im Herbst einen Kandidaten präsentieren. Gesucht wird einer wie Mehdorn, nur jünger.

Die Flotte von Air Berlin
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Die Flotte von Air Berlin

Beim Erstflug am 28. April 1979 von Berlin-Tegel nach Palma de Mallorca hatte Air Berlin gerade einmal zwei Maschinen. Heute umfasst die Flotte der zweitgrößten Fluggesellschaft Deutschlands 125 Flugzeuge, die insgesamt 127 Ziele weltweit ansteuern. Dies sind die Maschinen von Airbus, Boeing und Co.

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Air Berlin Crew 1992

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Ein Blick in Neunziger: Diese Boeing 737-400 flog ebenfalls für Air Berlin. Boeing fertigt die "737er-Familie" seit 1965 und erhielt seit dem mehr als 6 000 Aufträge für diesen Typ.

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Diese startende Boeing 707-331 trägt die Farben und das Logo von Air Berlin im Gründungsjahr 1979.

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Ein Airbus entsteht: Bick in die Werkshalle Hamburg-Finkenwerder, wo die Endmontage der Passagierflugzeuge mit dem Typ A 319 erfolgt. Von hier aus gehen sie auch für Air Berlin an den Start.

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Heute fliegt Air Berlin mit verschiedenen Flugzeugtypen. Etwa ein Viertel der Flotte besteht aus Maschinen des Typs A320 Hier startet der Airbus A320-200 mit der Registrierung D-ALTI.

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Die Flugzeuge des Typs Airbus A321-200 bieten, je nach Ausstattung, Platz für 185 bis 199 Passagiere.

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4 Kommentare zu "Air Berlin : Großaktionär verlangt Ablösung von Mehdorn"

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  • Das Herrn Mehdorn gehen soll ist ein frage der Zeit. Air Berlin braucht aber ein neuen Mannschaft und nicht nur ein neuen CEO. Die Bereichsleiter sind an diesem desolatem Zustand schuldig und nicht nur Mehdorn. Unerfahrene Manager die jetzt den Ruder herumreisen sind gefragt und "LAME DUCKS" die nur da sitzen und zusehen wie der Airline den Bach runter geht.

  • Immer solche Anschuldigungen! Ich könnte solche Forderungen verstehen, wenn er eine blühende Airline übernommen hätte, die nach seinem Eingreifen nun tief in den Schulden steckt. In der Tat stand es um airberlin aber bereits nicht sehr rosig, als er das Ruder übernommen hatte. Mit dem von Mehdorn forcierten Sparprogramm wurde nun bereits der Absturz abgefedert aber alle schreien nach Wechsel.

    @ulrich1947: Keine Ahnung woher dieser Unsinn stammt - man kann bei airberlin noch immer Meilen auf allen Partnerairlines einlösen und durch den Oneworld Beitritt zusätzlich noch bei mehr Airlines sammeln. Man sollte sich wirklich nur immer über Dinge aufregen, die man auch durchstiegen hat.

  • mehdorn hat das ansehen der air berlin ruiniert.besser als er kann man die kunden nicht vergraulen. ueberall wird hier in asien auf die air berlin zu recht geschimpft.man hat mit dem top bonusmeilen programm sich meilen erflogen die durch den zusammenschluss mit etihat nicht mehr eingesetzt werden koennen,nur noch auf reine air berlin fluege,die kunden wurden darueber nicht informiert ,ich bekam eine mail welche vorteile der zusammenschluss bringen wuerde.hab bei aller anstrengung noch keinen gefunden ,nur nachteile keine dierekt fluege usw.

  • Einer wie Mehdorn nur jünger?
    Wem kann man so etwas nur wünschen wollen?

    Gefragt dürfte eher ein strategisch kluger Kopf sein, der die Airline, mit neuen Ideen und durchaus auch "frech" nach vorne bringt statt sie inhaltlich auszubluten um die Reste als lukrativ erscheinen zu lassen.

    Also eben keiner wie Mehdorn!
    So einer kann dann auch jünger sein: wenn er es schafft, AB aus der Schockstarre zu lösen und endlich wieder nach vorn blicken zu lassen.

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