Air Berlin mit Problemen
Etihad verliert Flugrechte

Air Berlin bricht ein wichtiger Eckpfeiler weg: Das Luftfahrtbundesamt verbietet mehr als 30 gemeinsame Flugverbindungen mit Geldgeber Etihad. Doch Air Berlin kündigt Widerstand an.
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FrankfurtDas Luftfahrtbundesamt verbietet Air Berlin wichtige Flug-Vereinbarungen mit dem arabischen Großaktionär Etihad. Das hat das Handelsblatt aus Unternehmens- und Behördenkreisen erfahren. Das Luftfahrtbundesamt hat dies den Arabern Mitte der Woche in einem Brief mitgeteilt. Air Berlin bestätigte am Freitag den Bericht.

Für den anstehenden Winterflugplan seien 34 Codeshareverbindungen nicht genehmigt worden, sagte Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer. Hierbei handele es sich um Air-Berlin-Flüge, auf denen Etihad mit einer Flugnummer vertreten ist.

Die Code-Share-Vereinbarung ist ein wichtiger Eckpfeiler für das Geschäft von Air Berlin. Denn dadurch erhöht die Fluglinie ihre Auslastung. Etihad kann umgekehrt durch diese Vereinbarung seinen Kunden mehr Ziele anbieten.

Air Berlin will nach Handelsblatt-Informationen aber noch nicht die Flinte ins Korn werfen. Die Airline setzt auf ihr Einspruchsrecht, das vier Wochen gilt. „Es gibt noch Gespräche“, sagte ein Air-Berlin-Sprecher dem Handelsblatt.

Air Berlin werde alle rechtlichen Schritte unternehmen, um dem Bescheid der Behörde anzufechten, sagte Prock-Schauer am Freitag. „Dies erschüttert das Vertrauen der Passagiere in die seit langem angebotenen Flugverbindungen“, erklärte die Fluggesellschaft. Etihad ist der wichtigste Großaktionär von Air Berlin und im Langstreckengeschäft von Europa nach Asien ein Konkurrent des deutschen Marktführers Lufthansa.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Air Berlin mit Problemen: Etihad verliert Flugrechte"

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  • Welcome to the EU. That´s the same EU which wnts to copy free enterprise as practiced in the USA. Good luck ! LOL

  • Es wäre extrem Schade, wenn wieder einmal durch Paragraphen-Reiterei ein Unternehmen kaputt gemacht wird.

    Es muss doch möglich sein eine einvernehmliche Regelung zu finden, die es Air Berlin ermöglicht so zu operieren, wie sie es brauchen. Es geht ja nicht darum z.B. das Nachtflugverbot zu umgehen, mit steinalten 737-200, die viel Krach machen, zu starten und zu landen, sondern es geht um eine administrative Kooperation, bei der alle sonstigen Regeln eingehalten werden.

    Könnte man nicht, gerade bei einem kleinen Wettbewerber, dessen Überleben auf der Kippe steht(!) wenigstens mal ein bisschen flexibler die Vorschriften auslegen?

  • Der Eingriff von Politikern in den Wettbewerb zum Schutz der Lufthansa ist schlichtweg ein Skandal. Wo blieb denn das "nationale Interesse" beim Erhalt der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr? Die Alternative liegt wohl wirklich nur noch bei der Alternative. Nur so kommt das Gewürge in Berlin zu einem Ende.

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